Schweizer Börse mit leichten Verlusten

Donnerstag, 2. September 2010, 17:54 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag etwas leichter tendiert.

Nach dem Kurssprung vom Vortag nützten Anleger die Gelegenheit, ihre Gewinne einzustreichen, sagten Händler. An den US-Börsen hatte der überraschend starke Anstieg des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe am Vorabend für kräftige Gewinne gesorgt, ebenso in Asien. Der Schweizer Bluechip-Index SMI war am Mittwoch 2,5 Prozent hochgeschossen.

Am Donnerstag Mittag notierte der SMI 0,1 Prozent tiefer bei 6323 Punkten. Aus charttechnischer Sicht stösst der SMI bei 6350 Punkten auf eine Widerstandslinie. Sollte diese überwunden werden, sieht die PHZ Bank aber ein Aufwärtspotenzial bis 6400/6480 Punkte. Der breite SPI lag 0,1 Prozent im Minus bei 5581 Zählern.

Im Vorfeld weiterer Konjunkturdaten würden sich die Anleger zurückhalten, hiess es am Markt. Von dem am frühen Nachmittag anstehenden Zinsentscheid der EZB - im Markt wird von einem unveränderten Leitzins ausgegangen - dürften keine grösseren Impulse ausgehen. Wichtiger seien die US-Arbeitsmarktdaten, vor allem der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag, hiess es weiter.

Bei den Schweizer Standardwerten hielten sich die Kursausschläge mit meist unter einem Prozent Veränderung in Grenzen. Während UBS ein halbes Prozent zulegen konnten, wurden Credit Suisse leicht tiefer gehandelt. UBS bestätigte einen Zeitungsbericht, wonach der Uhrenkonzern Swatch die Grossbank wegen Millionenverlusten mit Geldanlagen verklagen will.

Die Versicherungsaktien wurden leicht höher gehandelt. Die Helvetia-Aktien allerdings büssten 0,8 Prozent ein. Der Versicherer verdiente im ersten Halbjahr entgegen den Erwartungen im Markt weniger. Der geringere Kapitalertrag und die weniger rentable Sachversicherung lasteten auf dem Ertrag.

Auch bei den defensiven Schwergewichten kam es zu Verlusten. Novartis fielen um 0,8 Prozent und Roche sanken um 0,6 Prozent. Lonza fielen mit einen Anstieg von 1,3 Prozent auf. Händler machten verstärktes Interesse institutioneller Anleger aus.

Nestle wurden mit einem Abschlag von 0,6 Prozent gehandelt.

Bei den Nebenwerten sorgten Zwischenberichte und kleinere Zukäufe für Bewegung. Die Aktien des Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach büssten trotz Rückkehr in die Gewinnzone im ersten Halbjahr 1,8 Prozent ein.

Die Valora-Aktien gaben 0,8 Prozent nach. Der Kiosk-Betreiber kauft die norwegische Kosmetik-Kette Engelschion Marwell Hauge AS (EMH) für einen ungenannten Preis. Valoras Umsatz erhöht sich dadurch um rund 70 Millionen Franken.

Der Reisekonzern Kuoni übernimmt das kleine dänische Reisebüro Krone Golf Tours ApS mit rund vier Millionen Franken Jahresumsatz. Die Aktien stiegen um 1,4 Prozent.