Gold in Euro auf Vier-Monats-Hoch

Montag, 30. Januar 2012, 17:20 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Gold wird für die Anleger aus dem Euro-Raum wieder teuerer: Mit 1322,97 Euro kostete die Feinunze am Montagnachmittag zeitweise so viel wie seit September nicht mehr.

Allerdings ist an dem Preisanstieg vor allem der Euro schuld. Denn in Dollar gerechnet gab der Goldpreis deutlich nach - bis zu 1,2 Prozent auf 1716,19 Dollar je Feinunze. Der Euro verlor dagegen angesichts der Griechenland-Krise rund einen US-Cent auf 1,31 Dollar. Die Athener Regierung hat nach Medienberichten einen höheren Kreditbedarf als bislang angenommen. Zudem hat ein Vorschlag zur Kontrolle des Haushalts des Landes für hitzige Diskussionen gesorgt. Darüber hinaus ziehen sich die Verhandlungen über eine Beteiligung privater Gläubiger am Schuldenschnitt für das Land weiter hin.

Den Goldpreisrückgang in Dollar führten Händler vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück. In der Vorwoche hatte sich das gelbe Metall um rund 4,5 Prozent verteuert. Dies war auch auf die Nullzinspolitik der US-Notenbank zurückgeführt worden, die voraussichtlich noch bis Ende 2014 dauern soll.

Nachfolgend die Londoner Nachmittagsfixings der wichtigsten Edelmetalle vom Montag. Alle Angaben in Dollar je Feinunze (31,1 Gramm):

Edelmetall-Fixings Aktuell Vormittag 27.01.12

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Gold 1.729,00 1.720,50 1.726,00

Platin 1.603,00 1.601,00 1.608,00

Palladium 684,00 681,00 684,00