Rezessionsängste belasten Asien-Börsen - Tokio schert aus

Donnerstag, 23. Februar 2012, 08:47 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Der steigende Ölpreis und die Rezessionsgefahr in der Euro-Zone hat an Asiens Börsen für Unruhe gesorgt.

Lediglich der Aktienmarkt in Tokio konnte sich wegen eines schwächeren Yen dem Trend am Donnerstag entziehen. Nachdem das zweiten Rettungspaket für Griechenland vereinbart sei, halte der Markt bereits Ausschau nach dem nächsten Problem, sagte Marktstratege Yoshihiko Tabei von Kazaka Securities. "Und dieses nächste Problem ist die Haushaltsreform in Europa und wie die Sparmaßnahmen umgesetzt werden."

Die Kurse in Taiwan, Südkorea, Hongkong, und Singapur gaben jeweils rund ein Prozent nach. Die Börse in Shanghai pendelte um ihren Schlusskurs vom Mittwoch. Besonders die Skepsis über die Entwicklung der Weltwirtschaft drückte auf die Stimmung. Der Ölpreis lag so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr, und - wie der vorläufige Markit-Einkaufsmanagerindex für Februar am Mittwoch zeigte - nimmt die Rezessionsgefahr in der Euro-Zone im Sog der Schuldenkrise bedrohlich zu.

Dagegen machte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index anfängliche Verluste gut und ging mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 9595 Punkten aus dem Handel. Obwohl die Risikobereitschaft der Anleger gestiegen war, erwies sich die Marke von 9600 noch als Hürde. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,5 Prozent auf 829 Punkte. Der Euro legte auf 1,3255 Dollar leicht zu.

Die Aktien des Chipherstellers Elpida kletterten 13 Prozent, nachdem Goldman Sachs und Credit Suisse ihre Anteile an dem Unternehmen erhöht haben.

Die Anteilsscheine von Mazda ließen dagegen sieben Prozent Federn. Der Verluste schreibende Autobauer will durch eine Kapitalerhöhung umgerechnet 1,5 Milliarden Euro einsammeln und damit deutlich mehr als Finanzkreise erwartet hatten.

In Hongkong verbuchten die Papiere von Esprit ein Plus von 16 Prozent. Die hauptsächlich in Europa präsente Modekette wies im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zwar einen Einbruch des Nettogewinns von 74 Prozent aus. Der Markt hatte jedoch noch Schlimmeres befürchtet.

 
A Tokyo Stock Exchange (TSE) staff member works after trading ended for the year at the headquarters of TSE in Tokyo December 30, 2011. Japan's Nikkei average edged higher on Friday, but shed 17 percent in 2011, after natural disasters in March triggered the worst nuclear crisis in 25 years and Europe's debt turmoil drained volumes, leaving investors wary of a turnaround next year.     REUTERS/Toru Hanai (JAPAN - Tags: BUSINESS)