Arbeitsmarktdaten machen US-Börsianern Hoffnung

Donnerstag, 23. Februar 2012, 19:02 Uhr
 

New York (Reuters) - Positive Signale vom US-Arbeitsmarkt haben am Donnerstag die Wall Street angetrieben.

Anleger sahen im relativ niedrigen Niveau der Arbeitslosen-Erstanträge ein weiteres Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung. Nach der Verabschiedung des zweiten Rettungspaketes für Griechenland konzentrierten sich Börsianer in New York wieder auf die US-Konjunktur und die Bilanzen der wichtigsten Konzerne, hieß es. Für Ernüchterung sorgte hier allerdings ein Gewinneinbruch beim weltgrößten PC-Hersteller Hewlett-Packard. Das Papier verlor 4,5 Prozent und lastete auf den wichtigsten Indizes.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,4 Prozent auf 12.983 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent zu auf 1360 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,6 Prozent fester auf 2951 Punkte. In Frankfurt verlor der Dax 0,5 Prozent auf 6809 Zähler.

Rund 351.000 Amerikaner stellten zuletzt erstmals einen Antrag auf staatliche Unterstützung. So wenige waren es zuletzt zu Beginn der Immobilien- und Finanzkrise 2007. Experten hatten rund 354.000 prognostiziert. Die Aufhellung am Arbeitsmarkt seit Jahresbeginn hat bereits für ein kräftiges Kursplus an den Börsen gesorgt. Anleger warten Experten zufolge nun auf handfeste Signale, dass es mit der Erholung der Wirtschaft weiter geht.

Nach den enttäuschenden Zahlen von Dell schaffte es auch die neue Hewlett-Packard-Chefin Meg Whitman nicht, das Ruder beim Computerhersteller herumzureißen. Die frühere Ebay-Managerin, die im Oktober Leo Apotheker an der Konzernspitze abgelöst hatte, musste für das abgelaufene Quartal erneut einen kräftigen Gewinn- und Umsatzrückgang bekanntgeben. Die Anleger räumten Whitman keine Schonzeit ein und trennten sich von ihren HP-Papieren.

Bei den Einzelwerten standen auch Konzerne aus der Konsumbranche im Fokus, die vor Börseneröffnung ihre Bilanzen vorgelegt hatten. Die privaten Verbraucher sind eine maßgebliche Stütze der US-Wirtschaft, die Zahlen der Einzelhändler gelten daher auch als wichtige Konjunkturindikatoren. Die Warenhauskette Target verdiente im Weihnachtsgeschäft mehr als erwartet. Die Anteilscheine legten um 1,4 Prozent zu. Konkurrent Kohl's stellte zwar einen Umsatzanstieg für das laufende Jahr in Aussicht, lag aber mit seiner Gewinnprognose unter den Erwartungen der Analysten. Die Anleger senkten den Daumen, die Aktie verlor 4,5 Prozent.