Industriedaten ernüchtern US-Börsen

Dienstag, 28. Februar 2012, 16:03 Uhr
 

New York (Reuters) - Enttäuschende Industriedaten haben am Dienstag die Wall Street ernüchtert.

Die eine Stunde vor US-Börsenbeginn veröffentlichten Zahlen dämpften die Hoffnungen der Konjunkturoptimisten und sorgten für einen wenig veränderten Handelsstart. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten mit 12.984 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 mit 1368 Zählern und der Index der Technologiebörse Nasdaq mit 2968 Stellen.

Am Montag hatte der S&P 500 auf dem höchsten Strand seit Juni 2008 geschlossen. Für gute Stimmung unter den Anlegern sorgte die Aussicht auf das Drei-Jahres-Leihgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch. Dies bietet dem krisengeplagten europäischen Bankensektor Gelegenheit, sich zum Niedrigzins massenweise mit Geld einzudecken. Experten gehen davon aus, dass die EZB etwa eine halbe Billion Euro austeilt.

Kalt erwischt wurden die Märkte von den schwachen Auftragszahlen aus der US-Industrie. Die Bestellungen für langlebige Güter fielen im Januar um vier Prozent und damit viel stärker als von Volkswirten prognostiziert. Das ist das größte Minus seit Januar 2009, als sich die US-Wirtschaft mitten in einer tiefen Rezession befand. Der Markt werde dies aber wegstecken, sagte Joe Saluzzi vom Handelshaus Themis Trading voraus. "Es wird eine Rolle spielen, aber nicht jetzt." Dazu sei die Stimmung der Börsianer derzeit zu euphorisch. Im weiteren Handelsverlauf standen Daten zum US-Verbrauchervertrauen an.

Unter den Einzelwerten ragten Yahoo heraus. Der Kurs kletterte um 0,5 Prozent. Zuvor hatte Yahoo dem an die Börse strebenden sozialen Netzwerk Facebook mit einer Patentklage gedroht.