Verbrauchervertrauen und Chiphersteller stützen US-Börsen

Dienstag, 28. Februar 2012, 18:30 Uhr
 

New York (Reuters) - Unerwartet gute Daten zum Verbrauchervertrauen haben am Dienstag die Wall Street gestützt.

Die Stimmung der US-Konsumenten ist so gut wie seit einem Jahr nicht mehr. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Februar unerwartet deutlich auf 70,8 Punkte von revidiert 61,5 Zählern im Januar. Es ist der höchste Stand seit Februar 2011. Analysten hatten im Schnitt nur mit 63,0 Punkten gerechnet. Die Aussicht auf das Drei-Jahres-Leihgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch beflügelte die New Yorker Börsen ebenfalls. Dies bietet dem krisengeplagten europäischen Bankensektor Gelegenheit, sich zum Niedrigzins massenweise mit Geld einzudecken. Experten gehen davon aus, dass die EZB etwa eine halbe Billion Euro austeilt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum Mittag um 0,2 Prozent auf 13.011 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,4 Prozent auf 1373 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,7 Prozent auf 2986 Stellen vor. In Frankfurt ging der deutsche Leitindex Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 6888 Punkten aus dem Handel.

Begrenzt wurden die Gewinne allerdings von den schwachen Auftragszahlen aus der US-Industrie. Die Bestellungen für langlebige Güter fielen im Januar um vier Prozent und damit viel stärker als von Volkswirten prognostiziert. Das ist das größte Minus seit Januar 2009, als sich die US-Wirtschaft mitten in einer tiefen Rezession befand.

Zu den größten Gewinnern bei den Einzelwerten zählten die Aktien von Office Depot mit einem Aufschlag von rund 17 Prozent. Der zweitgrößte US-Anbieter von Bürobedarf und -dienstleistungen verdiente im Quartal mehr als von Analysten erwartet.

Gefragt waren auch die Aktien von Chipherstellern. Der PHLX-Halbleiter-Index erhöhte sich um zwei Prozent. Die Anteilsscheine von Micron Technology kletterten um 6,5 Prozent, die Dividendenpapiere von Intel um 1,4 Prozent. Zuvor hatten die beiden Chiphersteller ein Lieferabkommen geschlossen. Zudem verkauft Intel seinen Anteil an zwei Wafer-Fabriken an Micron.