Schweizer Börse tendiert vor EZB-Geldspritze leicht fester

Mittwoch, 29. Februar 2012, 11:02 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch im Vorfeld der Geldspritze der Europäischen Zentralbank freundlich tendiert.

Im Markt wird davon ausgegangen, dass die EZB den Banken mit der dreijährigen Liquiditätsspritze wie im Dezember mit 500 Milliarden Euro oder sogar mehr unter die Arme greift. Ausserdem sorgten die positiven Vorgaben aus den USA und Asien für gute Stimmung. An der Wall Street stieg der Dow Jones Index erstmals seit Mai 2008 wieder über 13.000 Punkte und der S&P 500-Index überwand eine wichtige charttechnische Hürde.

Der SMI notierte um 0,1 Prozent höher bei 6133 Zählern. Der breite SPI legte ebenfalls 0,1 Prozent auf 5601 Punkte zu.

Die Finanzwerte tendierten mehrheitlich fester. Die Aktien der Grossbank UBS gewannen 0,8 Prozent und die von Konkurrent Credit Suisse rückten 0,3 Prozent vor.

Bei den Versicherungen stachen Swiss Life mit einem Kursplus von 3,5 Prozent heraus. Analysten verwiesen auf den unerwartet starken Anstieg des Eigenkapitals und den grossen Abschlag zum Buchwert. Die Gewinnerwartungen dagegen verfehlte der Schweizer Marktführer und die deutsche Finanzmaklertochter AWD bleibt kostspielig.

Die Aktie von EFG International verloren 0,8 Prozent. Der Vermögensverwalter verringerte den Verlust 2011 auf 294 Millionen Franken und holte 600 Millionen Franken Netto-Neugelder herein.

Bei den zyklischen Firmen stand Holcim mit einem Kursplus von 1,1 Prozent im Mittelpunkt. Der trotz Wertberichtigung überraschend hohe Gewinn und ein positiver Geschäftsausblick lockten die Anleger. "Holcim dürfte damit den Tiefpunkt durchschritten haben", sagte ein Händler.

Bei den Nebenwerten waren die Aktien des Chipherstellers Austriamicrosystems gesucht; sie stiegen um 3,1 Prozent. AMS steigerte den Gewinn 2011 um 53 Prozent auf 35,3 Millionen Euro und will 0,64 Euro Dividende je Aktie zahlen.

Wenig verändert tendierten die Anteile der wenig konjunktursensitiven Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche.