US-Jobdaten geben Schweizer Börse Auftrieb

Freitag, 2. November 2012, 19:06 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Überraschend gute US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag der Schweizer Börse Schwung verliehen.

Die kräftige Zunahme neuer Stellen ausserhalb der Landwirtschaft im Oktober und die nach oben revidierten Zahlen für die beiden Vormonate schürte die Konjunkturhoffnung, sagten Händler. "Nach den konjunkturellen Silberstreifen aus China folgen nun positive Daten aus den USA. Das macht Mut", sagte ein Händler. Gesucht waren vor allem Aktien zyklischer Firmen. Vor den US-Präsidentenwahlen in der kommenden Woche trauten sich die Anleger aber nicht recht aus der Deckung, so dass der Handel verhalten blieb.

Der Leitindex schloss um 0,6 Prozent höher mit 6701 Punkten. Der breite SPI rückte ebenfalls 0,6 Prozent auf 6185 Zähler vor.

Bei den Bluechips waren konjunktursensitive Industriewerte wie ABB, Adecco und Holcim sowie die Aktien der beiden Luxusgüter-Produzenten Richemont, Swatch gesucht. Swatch und Richemont erhielten zusätzlichen Rückenwind durch Kaufempfehlungen.

Stützen des Marktes waren auch die beiden schwergewichtigen Pharmawerte Novartis und Roche, die rund ein Prozent höher gehandelt wurden. Auch die Aktien des dritten defensiven Schwergewichts Nestle schlossen leicht höher.

Gewinnmitnahmen bremsten dagegen die Finanzwerte, die dem Markt hinterherhinkten. Die UBS-Aktien schlossen um 0,4 Prozent höher. Die Titel sind diese Woche um gut 17 Prozent gestiegen, nachdem die Grossbank am Dienstag einen Radikalumbau angekündigt hatte. Sollte UBS ab 2015 tatsächlich eine Dividende von sieben Prozent auf den aktuellen Kurs ausschütten, müsste sich der Kurs in den nächsten zwei Jahren eigentlich verdoppeln, schrieb Julius Bär-Stratege Christian Gattiker in einer Notiz.

Die Aktien des Konkurrenten Credit Suisse verbuchten leichte Kursgewinne und die des Vermögensverwalters Julius Bär gewannen 0,8 Prozent. Auch die Versicherungswerte verzeichneten zumeist geringe Kursgewinne.

Sulzer gewannen 2,1 Prozent. Der Industriekonzern bekräftigte auf einer Investorenveranstaltung seine Ertragsziele und äusserte sich zuversichtlich zum Geschäftsgang.

Bei den Nebenwerten brachen die Titel des Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach nach einer Gewinnwarnung 15 Prozent ein.