Asien-Börsen schwächer - Anleger warten US-Wahl ab

Montag, 5. November 2012, 07:55 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Einen Tag vor der US-Präsidentenwahl haben sich die Anleger an den Börsen in Fernost nicht aus der Deckung gewagt.

Angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney scheuten die Investoren am Montag das Risiko und schickten die Indizes auch mit Gewinnmitnahmen auf Talfahrt. Gegen den Abwärtstrend stemmten sich die Papiere des Autoherstellers Toyota, der seine Quartalszahlen nach Börsenschluss vorlegte. Der TV-Sender NHK berichtete bereits zuvor, dass der VW-Rivale seine Ergebnisprognose anheben würde.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,5 Prozent im Minus bei 9007 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,6 Prozent auf 747 Punkte. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Shanghai, Singapur, Taiwan und Korea mussten Federn lassen. Der Euro präsentierte sich mit Kursen um 1,2831 Dollar wenig verändert.

Toyota-Aktien gingen unmittelbar vor Veröffentlichung des Zwischenberichts 2,2 Prozent höher aus dem Handel. Nach Börsenschluss präsentierte der Konzern dann einen mehr als verdreifachten Nettogewinn von rund 2,5 Milliarden Euro im zweiten Quartal. Der Konzern peilt für das Gesamtjahr jetzt einen Nettogewinn von 7,6 Milliarden Euro - 2,6 Prozent mehr, als Toyota bisher in Aussicht gestellt hatte.

In Südkorea traf dagegen die Autohersteller Hyundai und Kia der massive Unmut der Anleger. Die beiden Unternehmen hatten eingeräumt, den Benzinverbrauch einiger Fahrzeuge zu günstig dargestellt zu haben. Das hat neben dem Imageschaden und drohender Klagen unmittelbar kostspielige Folgen, da Hyundai und Kia den Kunden die Mehrkosten erstatten wollen. Beide Werte gaben jeweils rund sieben Prozent nach.

 
A man looks at an electronic board showing the fluctuations in Japan's Nikkei share average in Tokyo October 19, 2012. REUTERS/Yuriko Nakao