Kurse an der Schweizer Börse bröckeln ab

Montag, 5. November 2012, 10:22 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Montag leichter gestartet.

Am Tag vor der US-Präsidentenwahl wollten die Marktteilnehmer keine Risiken eingehen, sagte ein Händler. "Der Wahlausgang ist alles andere als sicher." Solange nicht klar sei, ob der US-Präsident weiter Barack Obama oder aber Mitt Romney heisse, trauten sie sich nicht aus der Deckung.

Der SMI notierte um 0,2 Prozent tiefer bei 6688 Punkten. Der der breite SPI sank ebenfalls um 0,2 Prozent auf 6172 Zähler.

Stützen den Marktes waren defensive Werte wie Swisscom, Nestle und Roche. Roche dürfte eine kräftige Kurszielerhöhung der Bank Vontobel geholfen haben, hiess es. Die Nachricht, dass das indische Patent-Berufungsgericht (IPAB) das Patent für Roches Hepatitis C-Medikament Pegasys widerrufen hat, belastete die Pharmatitel nicht.

Die Novartis-Aktien gaben 0,5 Prozent nach. Die EU hat das Medikament Votubia zur Behandlung von gewissen Nierentumoren zugelassen.

Bei den Finanzwerten strichen die Marktteilnehmer die jüngst erzielten Gewinne ein. Die UBS-Aktien, die in der Vorwoche fast ein Fünftel an Wert gewonnen hatten, ermässigte sich um 0,4 Prozent. Die Titel von Credit Suisse senken um 0,5 Prozent und Julius Bär gaben 0,8 Prozent nach. Auch die Versicherungswerte notierten mehrheitlich in der Verlustzone.

Partners Group büssten 1,4 Prozent ein. Die Hauptaktionäre Marcel Erni, Alfred Gantner und Urs Wietlisbach wollen insgesamt 1,6 Millionen Aktien entsprechend rund sechs Prozent des Aktienkapitals platzieren. Den erwarteten Ertrag von rund 300 Millionen Franken wollen die Firmengründer zur Finanzierung von Investitionen Seite an Seite mit Kunden des Unternehmens verwenden.

Die Aktien zyklischer Firmen verloren ebenfalls meist Terrain. Holcim waren gehalten. Die UBS nahm die Aktien des Zementkonzerns in ihre "Most Preferred List" auf.

Adecco wurden am Tag vor dem Quartalsbericht um 1,5 Prozent tiefer gehandelt.

Dufry sanken um 2,4 Prozent, obwohl der Duty-free-Shop-Betreiber den Gewinn in den ersten neun Monaten um 47 Prozent auf 116,2 Millionen Franken gesteigert hat.

Eine Gewinnwarnung und angespannte Kapitalsituation liess die Aktien des Batterieherstellers Leclanche 42 Prozent abstürzen.