New Yorker Börsen am Tag vor der US-Wahl kaum bewegt

Montag, 5. November 2012, 18:49 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Wall Street hat sich zum Wochenauftakt kaum bewegt.

Am Tag vor der Präsidentenwahl hielten sich Anleger mit ihren Engagements zurück. "Die Leute pausieren so kurz vor der Entscheidung", erklärte Jim Paulson von Wells Capital Management. Händler sagten, wer sich jetzt noch deutlich für oder gegen eine Branche positioniere, gehe eine Wette auf den Wahlausgang ein. Am Dienstag werden in den USA der Präsident und Teile des Kongresses gewählt. Um die Präsidentschaft liefern sich seit Wochen Amtsinhaber Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney ein enges Rennen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum Mittag bei dünnen Umsätzen um 0,1 Prozent auf 13.080 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 sank ebenfalls 0,1 Prozent auf 1413 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaqgewann indes 0,2 Prozent auf 2987 Stellen hinzu. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 7326 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten machten Aktien von BioMarin Pharmaceutical einen Sprung um 31 Prozent nach oben. Der Konzern hatte einen Erfolg bei einer Medikamenten-Erprobung vermeldet.

Aktien der Bank KBW stiegen um 7,2 Prozent auf 17,48 Dollar. Der größere Rivale Stifel Financial will KBW für rund 575 Millionen Dollar kaufen und bietet pro KBW-Aktie 17,50 Dollar in bar und eigenen Aktien.

Time Warner Cable gaben 6,6 Prozent nach. Der zweitgrößte US-Kabelnetzbetreiber hat wegen der schrumpfenden Zahl von Video-Abonnenten weniger verdient als erwartet.

Der Krankenversicherer Humana wies für das Quartal zwar einen Gewinnrückgang aus, verdiente aber dennoch mehr als von Experten erwartet. Humana-Aktien verloren 0,5 Prozent.

Transocean konnte mit guten Quartalszahlen die Börsianer überzeugen. Die Anteilsscheine des Bohrplattform-Besitzers kletterten gegen den Markttrend 4,4 Prozent.

Von der Konjunktur kamen enttäuschende Daten: Die Geschäfte der US-Dienstleister verloren kurz vor der Wahl etwas Schwung. Der Einkaufsmanagerindex sank im Oktober auf 54,2 von 55,1 Zähler. Ökonomen hatten mit 54,7 Punkten gerechnet. Das Barometer signalisiert aber mit einem Wert über 50 Punkte immer noch Wachstum.

 
A trader looks out at the floor of the New York Stock Exchange from the Goldman Sachs both with U.S. presidential candidate Mitt Romney on the television behind him, November 5, 2012. REUTERS/Chip East (UNITED STATES - Tags: BUSINESS)