Schweizer Börse etwas fester gesehen - US-Wahl im Fokus

Dienstag, 6. November 2012, 08:09 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse wird am Dienstag etwas fester erwartet. Händler rechneten am Tag der US-Präsidentenwahlen aber mit einem ruhigen und umsatzarmen Geschäft.

Angesichts des sich abzeichnenden Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney dürften sich die Marktteilnehmer weiter zurückhalten, hiess es.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent höher bei 6720 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,2 Prozent freundlicher auf 6719 Zählern. Am Vortag hat der Leitindex um 0,1 Prozent zugelegt.

Die schwächelnde Nachfrage nach Fachkräften hat beim weltgrössten Personalvermittler Adecco tiefe Spuren hinterlassen. Im dritten Quartal sank der das zweite Quartal in Folge um fünf Prozent auf 5,28 Milliarden Euro. Gleichzeitig ging der Reingewinn um 18 Prozent auf 118 Millionen Euro zurück. Adecco bekräftigte dennoch das Ziel, mittelfristig profitabler zu werden. Händler sagten, Adecco habe die Erwartungen übertroffen. "Anscheinend waren manche Marktteilnehmer am Vortag doch etwas zu pessimistisch", sagte ein Händler zu dem Kursrückgang der Adecco-Aktie von über zwei Prozent am Montag. Vorbörslich wurde die Aktie um gut zwei Prozent höher indiziert.

Credit Suisse hat mit Qatar Holding LLC Aventicum Capital Management gegründet. Das Asset Management-Gemeinschaftsunternehmen will ab Anfang 2013 aus Doha, Qatar, heraus verschiedene Anlagemöglichkeiten im Nahen Osten, der Türkei und weiteren neuen Märkten anbieten. Im weiteren Verlauf des Jahres soll ein zweiter Standort eröffnet werden.

Die Luzerner Kantonalbank hat den Gewinn in den ersten neun Monaten um 6,1 Prozent auf 137,3 Millionen Franken gesteigert. Zudem revidiert das Institut die Aussichten für das Gesamtjahr nach oben und erwartet neu ein Ergebnis leicht über dem Vorjahreswert.

Die Online-Bank Swissquote hat in den ersten neun Monaten einen um 30,5 Prozent tieferen Gewinn von 18,3 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Neugeldzufluss stieg um 0,8 Prozent auf 805,3 Millionen Franken. Im Gesamtjahr erwartet die Firma einen Ertrag in der Grössenordnung von 112 Millionen Franken.

Der Kompressorenhersteller Burckhardt hat den Halbjahres-Gewinn um 49,3 Prozent auf 22,1 Millionen Franken gesteigert. Für das gesamte Gesamtjahr erwartet die Firma dank des hohen Auftragsbestands einen deutlich höheren Umsatz und eine EBIT-Marge im mittleren Bereich das langfristigen Zielkorridors von 15 bis 20 Prozent.