Schweizer Börse am Tag der US-Präsidentenwahl im Plus

Dienstag, 6. November 2012, 18:12 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag fester geschlossen. Das Geschäft verlief am US-Wahltag bei moderaten Umsätzen in ruhigen Bahnen.

Wegen des ungewissen Ausgangs der amerikanischen Präsidentschaftswahl wollten die Anleger keine neuen Risiken eingehen, sagte ein Händler. "Wir sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen." Ohne klaren Sieger drohe eine Phase lähmender Unsicherheit wie im Jahr 2000, als erst das Oberste Gericht Wochen später die Wahl entschied. Auch der Regierungswechsel in China könnte für Unsicherheit an den Märkte sorgen.

Der Bluechip-Index SMI stieg um 0,6 Prozent auf 6746 Punkte. Der breite SPI rückte ebenfalls 0,6 Prozent auf 6219 Zähler vor.

Gesucht waren vor allem Aktien von zyklischen Firmen und Finanzunternehmen. An der Spitze der Standardwerte standen die Aktien von Adecco mit 3,2 Prozent Plus. Der Personalvermittler spürt zwar die schwächelnde Nachfrage nach Fachkräften, hat aber mit dem Quartalsbericht die Erwartungen übertroffen. Adecco bekräftigte, mittelfristig profitabler werden zu wollen.

Mit einem Kursplus von 1,9 Prozent fielen die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB auf. ABB wurde von UBS auf deren "Most Preferred List" gesetzt. Die Titel von Geberit rückten ebenfalls 1,9 Prozent vor und erholten sich damit von dem starken Kursrutsch im Sog der jüngst publizierten und als enttäuschend eingestuften Ergebnisse

Eine Trading-Kaufempfehlung von Credit Suisse Private Banking verhalf den Clariant-Aktien zu einem Kursgewinn von 3,6 Prozent.

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS stiegen um drei beziehungsweise 2,4 Prozent. Eine optimistischere Einschätzung durch Barclays schob die beiden Titel hoch. Die britische Bank stufte CS auf "Equal-Weight" von "Underweight" und UBS auf "Overweight" von "Underweight" hoch. Kursstützend wirkte Händlern zufolge auch die leichte Entspannung bei den Anleiherenditen verschuldeter EU-Staaten.

Fester tendierten auch die Versicherungsaktien. Swiss Re zogen 1,6 Prozent an. Konkurrent Hannover Rück legte ein deutlich besser als erwartetes Ergebnis vor, was Händlern zufolge dem Sektor Aufwind gab.

Uneinheitlich zeigten sich die Anteile der weniger konjunktursensitiven Firmen. Nestle waren unverändert. Novartis verloren 0,4 Prozent, während Roche 0,9 Prozent vorrückten.

Eine deutliche Margenverbesserung im ersten Geschäftshalbjahr verhalf den Burckhardt-Aktien zu einem Kurssprung von 4,9 Prozent.

Forbo legten 2,3 Prozent zu. Die Aktionäre stimmten am Vortag dem Rückkauf von maximal zehn Prozent der eigenen Aktien zu.