Schweizer Börse nach US-Wahl etwas fester gesehen

Mittwoch, 7. November 2012, 08:14 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Mittwoch wenig verändert bis etwas fester starten.

Die Wiederwahl von Barack Obama zum Präsidenten der USA habe wohl eher einen positiven Einfluss, sagte ein Händler. Mit der Wiederwahl falle ein Unsicherheitsfaktor weg, was an den Märkten mit Erleichterung aufgenommen werden dürfte und damit zu anziehenden Kursen führen könnte.

"Der alte ist der neue Präsident", sagte ein anderer Händler. Damit werde sich auch an der Politik nicht viel ändern. Angesichts der nachgegeben US-Aktien-Futures seien auch Gewinnmitnahmen nicht ausgeschlossen. "Die Märkte waren bisher erstaunlich robust", sagte ein Händler. Die Märkte in Fernost tendierten gehalten bis etwas freundlicher.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI um 0,1 Prozent höher auf 6750 Punkten. Der SMI-Future notierte kurz nach Handelsbeginn um 0,5 Prozent fester bei 6776 Zählern.

Holcim profitiert angesichts der lahmenden Konjunktur in Europa vom Bauboom in den Wachstumsmärkten Asiens, in Russland und Mexiko sowie von der robusten Nachfrage in Nordamerika. Diese sorgten im dritten Quartal für ein Umsatzplus von 9,8 Prozent auf 5,84 Milliarden Franken. Der Reingewinn legte 10,5 Prozent auf 394 Millionen Franken zu. Damit traf der Zementkonzern ungefähr die Markterwartungen. Vorbörslich wurde für die Holcim-Aktie ein um 0,4 Prozent tieferer Kurs indiziert.

Barry Callebaut hat bei einem um acht Prozent erhöhten Umsatz von 4,83 Milliarden Franken im Geschäftsjahr 201/12 einen Gewinnrückgang um 8,5 Prozent auf 241 Millionen Franken verbucht. Es solle eine unveränderte Dividende ausgeschüttet werden.

Das neue Medikament RLX030 (Serelaxin) von Novartis hat seine Wirksamkeit in einer klinischen Phase-III-Studie unter Beweis gestellt. Serelaxin gilt als eines der wichtigsten Medikamente in der Entwicklungs-Pipeline von Novartis und könnte Blockbuster-Status erreichen. Die Aktie war vorbörslich etwas höher gestellt.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Krebsmedikament T-DM1 des Pharmakonzerns Roche zu einem beschleunigten Prüf- und Zulassungsverfahren zugelassen.

L'Oreal verzeichnet ein Abflauen des jahrelangen Booms bei Luxus-Produkten. Auch in Asien nehme die Nachfrage nicht mehr so rasant zu wie bislang, erklärte der französische Kosmetikkonzern, an dem Nestle rund 30 Prozent hält. L'Oreal verbuchte im vergangenen Vierteljahr einen Umsatzanstieg von knapp fünf Prozent auf 5,5 Milliarden Euro.