Schweizer Börse fester erwartet - Swiss Re gesucht

Donnerstag, 8. November 2012, 08:55 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Donnerstag etwas fester starten. Händler erwarteten eine Erholung von den Vortagesverlusten.

Die Freude über den Sieg Barack Obamas bei den US-Präsidentenwahlen war am Mittwoch rasch wieder verpufft.

Die Entwicklung des Marktes dürfte von der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank beeinflusst werden. Händler erwarteten keine Zinsänderung. "Aber man darf gespannt sein, was EZB-Chef Mario Draghi heute sagt, nachdem er am Mittwoch an den Märkten die Kurse auf Talfahrt geschickt hat", sagte ein Händler. Draghi hatte am Mittwoch erklärt, die jüngsten Daten signalisierten, dass die Ausläufer der Krise auch die deutsche Wirtschaft erreicht hätten.

Im Zentrum des Interesse stehen laut Händlern die Aktien von Swiss Re. Der Rückversicherer hat ein deutlich besser als erwartetes Quartalsergebnis veröffentlicht.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent höher bei 6711 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsbeginn um 0,15 Prozent fester auf 6706 Zählern.

Swiss Re hat das dritte Quartal mit 2,18 Milliarden Dollar Reingewinn abgeschlossen. Das sind 62 Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten nur 1,4 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Rückversicherungskonzern profitierte davon, dass kostspielige Naturkatastrophen ausblieben und die Trennung vom Admin-Re-Geschäft in den USA einen einmaligen Gewinn von 823 Millionen Dollar brachte. Auch an den Kapitalmärkten verdienten die Schweizer gut. Für Angaben zu den möglichen Kosten des Hurrikans "Sandy" ist es laut Swiss Re zu früh.

"Swiss Re hat die Erwartungen der Analysten massiv übertroffen", sagte ein Händler. Man dürfte gespannt sein die Gründe zu erfahren. Die Aktie werde kräftig steigen, sagte der Händler. Vorbörslich wurde für die Swiss Re-Aktie ein um 1,7 Prozent höherer Kurs indiziert.

Novartis will im wichtigsten Geschäftsfeld mit verschreibungspflichtigen Medikamenten bis zum Jahr 2017 insgesamt 14 oder mehr sogenannte Blockbuster-Medikamente haben. Das Medikament Afinitor soll bis dann alleine in der Brustkrebsbehandlung Verkaufserlöse von zwei Milliarden Dollar generieren, teilte der Pharmakonzern vor einer Investorenveranstaltung in Boston mit.

Swisscom hat bei einem um 1,3 Prozent auf 8,43 Milliarden ermässigten Umsatz in den ersten neun Monaten einen Gewinnrückgang um 9,2 Prozent auf 1,387 Milliarden Franken verzeichnet und damit in etwa im Rahmen der Erwartungen abgeschnitten, hiess es im Markt.

Nobel Biocare hat in den ersten neun Monaten bei einem Umsatz von 515 Millionen Franken den Reingewinn um 31 Prozent auf 42 Millionen Franken verbessert. Die Ergebnisse seien mehr oder weniger wie erwartet. "Aber die Branche läuft momentan einfach nicht so gut", sagte ein Händler. Dies hätten auch die Ergebnisse von Konkurrent Straumann gezeigt. "Die Zeiten starken Wachstums scheinen vorbei zu sein", sagte ein Händler.