Konjunkturdaten treiben US-Börsen an

Donnerstag, 8. November 2012, 15:47 Uhr
 

New York (Reuters) - Höhere Ausfuhren haben die US-Börsen am Donnerstag wieder angetrieben.

Die US-Exporte stiegen im September so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr und legen nahe, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal deutlicher wuchs als bislang angenommen. Zudem beantragten in der vergangenen Woche weniger Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe als erwartet. Allerdings könnte diese Zahl durch den Sturm Sandy verzerrt sein. Die Daten beruhigten die Anleger wieder etwas, räumten die Furcht vor einer Blockade im US-Kongress aber nicht aus dem Weg. Am Vortag hatten die Kurse deswegen kräftig nachgegeben, obwohl es keine Hängepartie bei der Präsidentenwahl gegeben hatte und Obama im Amt bestätigt wurde.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg in den ersten Minuten um 0,3 Prozent auf 12.968 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,4 Prozent auf 1399 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,3 Prozent auf 2946 Stellen.

Bei den Einzelwerten lag das Augenmerk der Investoren unter anderem auf Qualcomm. Der Chiphersteller setzte dank der Erfolge von Smartphones wie dem iPhone von Apple oder der Konkurrenzmodelle von Samsung im vierten Geschäftsquartal deutlich mehr um als Analysten erwartet hatten. Die Aktie kletterte über sieben Prozent in die Höhe.

Dagegen ließen die Papiere von McDonald's 0,3 Prozent Federn. Die weltgrößte Schnellrestaurantkette verzeichnete den ersten Umsatzrückgang auf Monatsbasis seit 2003.