US-Börsen starten schwach in den Handel - Warten auf Obama-Rede

Freitag, 9. November 2012, 15:47 Uhr
 

New York (Reuters) - Die US-Börsen sind zum Ende der Woche verhalten in den Handel gestartet.

Experten gehen davon aus, dass die Kurse an der Wall Street am Freitag den dritten Tag in Folge fallen könnten. Für Unsicherheit sorgt einerseits die "Fiskalklippe" in den USA. Kurz nach seiner Wiederwahl wollte sich US-Präsident Barack Obama noch im Verlauf des Tages zum Haushaltsstreit und zur Wirtschaftspolitik äußern. Andererseits schürt das absehbar schwächere Wachstum in den Euro-Zonen-Schwergewichten Deutschland und Frankreich Sorgen, dass die Konjunkturkrise Europa noch länger in ihrem Bann hält.

Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten sank in den ersten Handelsminuten um 0,2 Prozent auf 12.788 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 notierte bei 1375 Zählern und damit 0,2 Prozent im Minus. Der Nasdaq lag fast unverändert bei 2894 Zählern.

Einen großen Bogen machten die Anleger um die Aktien des Online-Schnäppchenportals Groupon. Das Unternehmen hatte die Börsen im dritten Quartal bei Umsatz und Ergebnis enttäuscht. Die Papiere rutschen 23 Prozent ins Minus.

Kaum höher im Kurs stand der größte US-Unterhaltungskonzern Walt Disney. Dank guter Geschäfte mit seinen Freizeitparks und dem Sportfernsehsender ESPN schraubte das Unternehmen im Sommerquartal zwar den Gewinn nach oben. Das Film-Geschäft lief allerdings schwach. Die Disney-Aktien notierten sechs Prozent schwächer.