Schweizer Börse verliert an Boden

Montag, 12. November 2012, 12:24 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Kurse an der Schweizer Börse sind am Montag im Verlauf des Vormittags leicht abgebröckelt.

Das Geschäft verlief laut Händlern zwar in ruhigen Bahnen, nach der bewegten Vorwoche mit den US-Präsidentschaftswahlen fehle es aber derzeit an Impulsen. Nach wie vor stünden neben dem US-Haushaltsstreit vor allem Konjunkturängste sowie die Euro-Schuldenkrise im Blickpunkt des Interesses.

Der Leitindex SMI notierte am Mittag um 0,2 Prozent tiefer auf 6704 Punkten. Der breite SPI sank um 0,3 Prozent auf 6167 Zähler. Händler zufolge sei nicht mit einer Belebung des Geschehens am Nachmittag zu rechnen. In den USA sind wegen des Veterans Day die Bond-Märkte geschlossen. Zwar seien die Börsen geöffnet, doch dürften sich die Aktivitäten in Grenzen halten, sagte ein Händler.

Eine Reihe von Kurszielerhöhungen und Kaufempfehlungen für Richemont sowie etwas optimistischere Aussagen von Swatch-Chef Nick Hayek sorgten für steigende Kurse bei den Aktien der Luxusgüterhersteller. Richemont legten 2,4 Prozent zu, Swatch gewannen ein Prozent.

Die Finanzwerte neigten dagegen mehrheitlich zur Schwäche. Die Aktie von Julius Bär legte gegen den Trend 0,6 Prozent zu. Der Vermögensverwalter erwirbt eine Beteiligung von 19,9 Prozent an der italienischen Kairos Investment Management. Das Mailänder Institut verwaltet mit 115 Mitarbeitern rund 4,5 Milliarden Euro.

Die Aktie der Credit Suisse verlor 0,7 Prozent. Die Grossbank will nicht wie Konkurrent UBS aus weiten Teilen des festverzinslichen Geschäfts aussteigen, sagte Präsident Urs Rohner der "Basler Zeitung". Die UBS-Aktien sanken um 0,1 Prozent. Bei den Versicherungsaktien waren die Titel von Swiss Re gehalten. Zurich büssten 0,6 Prozent ein. Die Anteile von Swiss Life ermässigten sich am Tag vor dem Zwischenbericht um 0,3 Prozent.

Die Papiere der als konjunkturresistent geltenden Firmen Nestle und Roche neigten ebenfalls zur schwäche. Positive Phase II-Tests mit den Präparaten Certican und Illaris konnten auch die Aktie von Novartis nicht vor leichten Kurseinbussen bewahren. Einzig Swisscom rückten um ein Prozent vor.

Die Anteile zyklischer Firmen büssten ebenfalls Terrain ein. ABB, Clariant und Holcim waren bis zu einem Prozent tiefer. Meyer Burger setzten nach einer festeren Eröffnung den Abwärtstrend fort und sanken ein Prozent.

Eine Gewinnwarnung liess den Titel von Zehnder um 13,5 Prozent auf 44,85Franken einbrechen.