Schuldenkrisen in Europa und USA belasten Asien-Börsen

Dienstag, 13. November 2012, 09:16 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Der Haushaltsstreit in den USA und die Schuldenkrise in Europa haben die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag belastet.

Die staatlichen Schuldenprobleme auf beiden Seiten des Atlantiks verunsicherten die Anleger, sagten Händler. Da sich keine rasche Lösungen abzeichneten, wüchsen die Sorgen um die Weltwirtschaft.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent tiefer bei 8661 Punkten auf dem tiefsten Stand seit vier Wochen. Er ging damit den siebten Handelstag in Folge mit einem Minus aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index schloss unverändert mit 722 Zählern. Die Börse in Shanghai notierte 1,6 Prozent schwächer. Auch die Märkte in Hongkong, Seoul, Taiwan und Sydney verbuchten Abschläge.

Die Investoren befürchteten, dass es noch Monate dauern könnte, bis der Haushaltsstreit in den USA gelöst sei, sagte Yuuki Sakurai von Fukoku Capital Management. "Zudem bringt den Markt unter Druck, dass sich die Europäer in der Schuldenkrise weiter nur durchwursteln." Nach dem Wahlkampf in den USA nimmt der Kongress im Tagesverlauf seine Arbeit wieder auf. Dabei dürfte auch die sogenannte Haushaltsklippe im Mittelpunkt stehen. Ohne einen Kompromiss im Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern setzen Anfang kommenden Jahres Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen ein, durch die die USA in eine neue Rezession rutschen könnten. Auch die von der Euro-Gruppe verschobene Entscheidung über die nächste Hilfstranche an Griechenland und die Meinungsverschiedenheiten in einzelnen Punkten mit dem Internationalen Währungsfonds verunsicherte die Anleger.

In Tokio gehörten vor allem Exportwerte zu den Verlierern. Die Aktien des Technologiekonzerns Toshiba verloren 1,5 Prozent. Die Papiere des Autobauers Suzuki gaben 2,7 Prozent nach. Die Titel des Elektronikkonzerns Panasonic büßten 1,3 Prozent ein.