Konjunktursorgen bremsen Schweizer Börse

Dienstag, 13. November 2012, 15:22 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Angst vor einer Konjunkturabschwächung hat die Kurse an der Schweizer Börse am Dienstag abbröckeln lassen.

In Deutschland sank der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen im November entgegen den Expertenprognosen und signalisierte eine deutlich skeptischere Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung durch Börsenprofis. Zudem trübten die Sorgen um die Folgen des US-Haushaltsstreits und Griechenland, wo die Euro-Gruppe die Entscheidung über weitere Finanzhilfen aufgeschoben und keinen Weg zur Sanierung aufgezeigt hat, die Stimmung.

Der SMI notierte um 0,2 Prozent leichter bei 6686 Punkten. Der breite SPI sank ebenfalls um 0,2 Prozent auf 6148 Zähler.

Im Aufwind waren die Aktien von Sonova mit einem Kurssprung von sieben Prozent. Die Erholung des Implantatgeschäfts und günstigere Wechselkurse verhalfen dem weltgrössten Hörgerätehersteller im ersten Geschäftshalbjahr zu einem Gewinnsprung von 44 Prozent.

Bei den Banken verloren die Aktien der UBS 0,5 Prozent und die der Credit Suisse 1,3 Prozent. Besser schlugen sich die Versicherungswerte. Swiss Re stiegen leicht, während sich Zurich 0,3 Prozent ermässigten. Swiss Life büssten 0,8 Prozent ein. Der Lebensversicherer steigerte die Prämien im dritten Quartal leicht auf drei Milliarden Franken. Die Finanzmaklertochter AWD bleibt allerdings ein Sorgenkind und eine Wertberichtigung steht weiterhin im Raum.

Die Anteile der beiden Pharmariesen Novartis und Roche sowie des Lebensmittelkonzerns Nestle legten moderat zu.

Mehrheitlich leichter präsentierten sich die Aktien zyklischer Firmen wie ABB, Adecco und Holcim. Geberit stiegen um 0,6 Prozent.

Die Angst vor einer Kapitalerhöhung und einer schlechteren Bonitätsbewertung durch S&P belasteten die Aktien von Schmolz+Bickenbach. Der Stahlwert fiel um 4,5 Prozent.

Meyer Burger setzten ihre Talfahrt fort und verloren weitere 5,6 Prozent.

Ein starker Gewinneinbruch belastete Weatherford. Die Aktien der Ölservicefirma sackten acht Prozent ab.