US-Anleger ratlos - Wal-Mart belastet

Donnerstag, 15. November 2012, 15:54 Uhr
 

New York, 15. Nove (Reuters) - Nach ihren jüngsten Verlusten sind die US-Börsen am Donnerstag nur wenig verändert in den Handel gestartet.

Gemischte Konjunkturdaten und Unternehmensbilanzen konnten kaum Impulse liefern. "Es gibt nicht so viel, dass die Investoren davon überzeugen könnte, dass es aufwärtsgeht", sagte Analyst Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group. Auch auf politischer Seite hielten die Unsicherheiten an. Die Lage im Nahen Osten verschärfte sich weiter. Ein Raketenangriff der radikal-islamischen Hamas kostete am Donnerstag drei Israelis das Leben. In den USA blieb Präsident Barack Obama im Haushaltsstreit mit den Republikanern hart. Damit droht die "Fiskalklippe", die massive Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen Anfang des Jahres zur Folge hat. Dadurch könnten die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Minuten 0,1 Prozent auf 12.556 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,1 Prozent auf 1356 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 2846 Punkten auf der Stelle.

Wegen der verheerenden Folgen des Wirbelsturms "Sandy" beantragten in der vergangenen Woche so viele Amerikaner Arbeitslosenhilfe wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Die Zahl stieg auf 439.000 und übertraf die Erwartung von Ökonomen von 375.000 deutlich. Dagegen lagen sie mit ihrer Projektion für die Verbraucherpreise richtig. Die Inflation zog leicht um 0,1 Prozent zum Vormonat an.

Bei den US-Einzelhändlern ließ sich am Donnerstag kein klares Bild erkennen. Zwar verdiente die weltweit größte Supermarktkette Wal-Mart im dritten Quartal mehr, blieb mit dem Umsatz aber hinter den Erwartungen des Marktes. Die Aktie ließ über vier Prozent Federn. Die Aktie des Konkurrenten Target dagegen gab lediglich 0,2 Prozent nach. Target lockte Kunden mit einem größeren Angebot an Lebensmitteln und Rabatten. Mit dem Gewinn von 637 Millionen Dollar übertraf der Konzern die Prognosen von Analysten.

Die Aktie von Texas Instruments legte 0,8 Prozent zu. Der US-Chiphersteller dampft sein wenig ertragreiches Geschäft mit Mobilfunkprozessoren ein und streicht 1700 Arbeitsplätze.