Wall Street schiebt Schweizer Börse an

Montag, 19. November 2012, 17:41 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Neue Hoffnung auf eine Annäherung im US-Haushaltsstreit und der positive Start an der Wall Street haben der Schweizer Börse am Montag kräftig Auftrieb gegeben.

Sollten sich Republikaner und Demokraten rasch auf einen Entwurf für einen neuen Haushalt einigen, wäre die Gefahr von drastischen Kürzungen gebannt und die US-Wirtschaft könnte ihren Erholungskurs fortsetzen, hiess es im Handel.

Daneben setzen viele Marktteilnehmer auch darauf, dass die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds (IWF) am Dienstag in Brüssel ein langfristiges Rettungskonzept für das marode Griechenland präsentieren. "Der Markt wird momentan stark von Hoffnung getragen", sagte ein Händler. Entsprechend volatil gehe es aber auch zu.

Der SMI, der in der Vorwoche rund drei Prozent nachgegeben und auf dem tiefsten Stand seit Anfang Oktober abgerutscht war, legte zwei Prozent auf 6638,89 Punkte zu. Der breite SPI kletterte ebenfalls um zwei Prozent auf 6111,56 Zähler.

Zu den grössten Gewinnern unter den Standardwerten zählten die Aktien der Banken, die in der Vorwoche stark gelitten hatten. Credit Suisse und UBS zogen um mehr als vier Prozent an. GAM Holding rückten dank einer Kaufempfehlung der UBS um 6,3 Prozent vor.

Die Versicherungswerte gewannen rund zwei Prozent. Eine kräftige Kurszielerhöhung durch HSBC verschaffte den Titeln von Swiss Life ein Kursplus von 3,2 Prozent.

Gefragt waren aber auch Aktien zyklischer Firmen, die zuletzt wegen Konjunktursorgen verschmäht worden waren. An der Spitze standen die Papiere der beiden Luxusgüterhersteller Richemont mit einem Plus von 5,2 Prozent und Swatch mit 3,8 Prozent hervor.

ABB, Geberit und Holcim gewannen mehr als zwei, Clariant, Fischer und Weatherford mehr als vier Prozent.

Auch die Papiere der als krisensicher geltenden Pharmafirmen Novartis und Roche sowie des Lebensmittelriesen Nestle verzeichneten Kursgewinne bis zu anderthalb Prozent.   Fortsetzung...