Schweizer Börse legt Pause ein - Credit Suisse-Aktien fallen

Dienstag, 20. November 2012, 10:13 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag schwächer tendiert. Der Markt habe nach dem starken Anstieg vom Vortag eine Pause eingelegt, sagte ein Händler.

Auch die Stimmung drückte, dass die Ratingagentur Moody's Frankreich die Bonitäts-Bestnote "Aaa" entzogen hat. Für Zurückhaltung sorgte zudem das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Politiker sollen klären, wie die Finanzlücken in Griechenland bis 2014 geschlossen werden können. Im Fokus stand allerdings Credit Suisse. Die Reorganisation der Bank geht den Anlegern zu wenig weit und sie trennten sich in grossem Stil von den Aktien.

Der SMI notierte um 0,4 Prozent tiefer bei 6610 Zählern. Der breite SPI verlor ebenfalls 0,4 Prozent auf 6088 Punkte.

Credit Suisse notierten in einem volatilen Handel um 2,8 Prozent schwächer. Vorübergehend lagen die Titel mehr als drei Prozent im Minus. Die Grossbank führt Private Banking und Asset Management zusammen. Die neue Division Private Banking & Wealth Management wird gemeinsam von Hans-Ulrich Meister und Robert Shafir geleitet. Auch das Investmentbanking soll neu eine Doppelspitze verantworten: Eric Varvel und Gael de Boissard. Walter Berchtold, Chairman Private Banking, verlässt die Bank. Händler sagten, im Markt sei eine weitergehende Reorganisation erwartet worden. "Nicht wirklich das, was wir erwartet haben", erklärten die Analysten der Bank Sarasin.

Die Aktie von Konkurrent UBS sanken um 1,3 Prozent und der europäische Branchenindex büsste ein Prozent ein.

Auch die Versicherungen neigten zur Schwäche, schlugen sich mit Kursrückgängen von weniger als einem Prozent aber besser als die Banken.

Die Anteile der als krisensicher geltenden Pharmatitel Novartis und Roche und des Lebensmittelriesen Nestle verloren ebenfalls leicht.

Uneinheitlich zeigten sich die Aktien zyklischer Firmen. ABB, Adecco und Sulzer wurden höher, Holcim, Geberit und Fischer tiefer bewertet.

Knapp ein Prozent zulegen konnten die beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch. Die Schweizer Uhrenexporte stiegen im Oktober nominal um 13,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken.