Banken und defensive Werte belasten Schweizer Börse

Dienstag, 20. November 2012, 17:42 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt.

Nach dem Kursplus vom Vortag hätten viele Anleger dazu tendiert, die Gewinne einzustreichen, hiess es im Handel. Insbesondere die Börsenschwergewichte neigten zur Schwäche. Der Entzug der Bestnote Frankreichs durch die Ratingagentur Moody's sorgte dagegen nur kurzzeitig für Abgabedruck. Besser als erwartete Immobiliendaten aus den USA konnten zeitweise sogar für Erholungstendenzen sorgen.

Der SMI schloss 0,3 Prozent schwächer bei 6618,99 Punkten. Der breite SPI ermässigte sich ebenfalls um 0,3 Prozent auf 6095,80 Zähler.

Im Zentrum des Interesses standen die Titel der Grossbank Credit Suisse, die sich um 1,7 Prozent ermässigten. Die Bank legt neu das Private Banking und das Asset-Management-Geschäft zusammen. Die neue Division Private Banking & Wealth Management wird gemeinsam von Hans-Ulrich Meister und Robert Shafir geleitet. Walter Berchtold, Chairman Private Banking, verlässt die Bank.

Händlern zufolge geht die Reorganisation allerdings weniger weit als erwartet. Viele Marktteilnehmer hätten mit drastischeren Einschnitte wie zuletzt bei der UBS gerechnet, sagte ein Händler.

Die UBS hatte vor gut zwei Wochen angekündigt, 10.000 Stellen streichen zu wollen.

UBS ermässigten sich um 0,

8 Prozent. Der frühere UBS-Händler Kweku Adoboli wurde in London zwei von sechs Anklagepunkten wegen Betrug schuldig gesprochen und zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Die Anteile der als krisensicher geltenden Pharmatitel Novartis und Roche büssten jeweils 0,7 Prozent ein und die Titel des Lebensmittelriesen Nestle verloren im Ausmass des Gesamtmarktes ebenfalls Terrain.

Ein unerwartet starker Anstieg der Uhrenexporte im Oktober schob die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch um fast zwei Prozent nach oben. Die Schweizer Uhrenexporte stiegen im Oktober nominal um 13,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken.

Schmolz+Bickenbach brachen nach einer Kurszielsenkung der UBS 6,3 Prozent ein.