US-Börsen starten nach verschobener Hellasrettung kaum verändert

Mittwoch, 21. November 2012, 15:52 Uhr
 

New York (Reuters) - Nach der erneuten Verzögerung bei der Rettung Griechenlands sind die Anleger an der Wall Street am Mittwoch in der Defensive geblieben.

Zudem zogen sich viele Investoren bereits in das lange Thanksgiving-Wochenende zurück. Die Verbliebenen richteten ihr Augenmerk auf Daten zum Arbeitsmarkt und Verbrauchervertrauen. Der US-Haushaltsstreit, der in den vergangenen Tagen den Handel bestimmte, geriet etwas in den Hintergrund.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg in den ersten Minuten 0,2 Prozent auf 12.807 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 1389 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,2 Prozent auf 2921 Stellen zu.

"Der Markt ist bereits im Thanksgiving-Modus", sagte Analyst Andre Bakhos von Lek Securities. Der Handel ist am Mittwoch verkürzt, die US-Börsen schließen vor dem Feiertag bereits um 19.00 Uhr MEZ. Auf substanzielle Nachrichten zu Griechenland müsse der Markt weiter warten, sagte Bakhos. Den Euro-Finanzministern gelang es bis zum frühen Morgen nicht, die Finanzierungslücke des schuldengeplagten Griechenlands zu schließen. Somit liegt die dringend benötigte Hilfstranche für das südeuropäischen Landes weiter auf Eis. Der Markt schaue deshalb auf das nächste, den Handel möglicherweise bestimmende Thema: Die am Mittwoch anstehenden Konjunkturdaten.

In der vergangenen Woche haben sich zwar weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Mit 410.000 ist der Wert aber immer noch ein vergleichsweise hoch. Grund dafür ist der Wirbelsturm "Sandy", der weite Teile der Wirtschaft lahmgelegt hatte. Weiteren Aufschluss über die US-Konjunktur erhoffen sich Investoren von im Handelsverlauf anstehenden Daten zum Verbrauchervertrauen im November. Die größte Volkswirtschaft der Welt ist zu zwei Drittel vom privaten Konsum abhängig.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien des weltgrößten Traktor-Herstellers Deere im Mittelpunkt. Zwar verdiente der Agco-Rivale dank höherer Preise mehr. Der Markt hatte jedoch mehr erwartet, die Papiere verloren 3,5 Prozent an Wert.