Wall Street eröffnet trotz Griechenland-Einigung verhalten

Dienstag, 27. November 2012, 16:38 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Wall Street ist am Dienstag verhalten in den Handel gestartet.

Obwohl die Zitterpartei um weitere Hilfen für Griechenland in der Nacht beendet und das hoch verschuldete Land erneut vor der Pleite bewahrt wurde, brachen US-Börsianer nicht in Jubel aus. Zu groß ist die Furcht vor der sogenannten Fiskalklippe in den USA. Bislang kommt die Suche nach einem Kompromiss im Haushaltsstreit nur schleppend voran. Demokraten und Republikaner wollen diese Woche einen neuen Anlauf starten.

Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte um seinen Schlusskurs des Vortages bei 12.969 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,1 Prozent auf 1407 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent auf 2982 Stellen zu.

Sollte es zum Jahreswechsel keine Einigung in Budgetfragen geben, treten automatisch Haushaltsschritte ein, die das Defizit zwar drastisch reduzieren sollen. Doch weil sie so schnell und umfassend greifen, befürchten Experten, dass die USA dadurch in eine Rezession gestürzt werden könnten.

Jüngste Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter stützten die Kurse etwas. Die Aufträge für die US-Industrie blieben im Oktober stabil. Analysen hatten mit einem Minus von 0,6 Prozent gerechnet. "Eigentlich ist diese Zahl ermutigend. Aber es ist nur ein Teil in einem viele Teile umfassenden Puzzle", sagte Hugh Johnson, Chef-Investmentstratege von Hugh Johnson Advisors. Die Furcht vor der Fiskalklippe räumten die Daten aber nicht aus dem Weg.

Bei den Unternehmen stand eine Übernahme im Fokus. ConAgra Foods erwirbt den Lebensmittelhersteller Ralcorp für 6,8 Milliarden Dollar. Die ConAgra-Aktie kletterte 3,4 Prozent, Ralcorp-Anteile schossen über 26 Prozent in die Höhe.