Schwache Vorgaben belasten Schweizer Börse

Mittwoch, 28. November 2012, 09:40 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Negative Vorgaben aus den USA und Asien haben die Schweizer Börse am Mittwochmorgen gebremst.

Nachdem die Einigung auf ein neues Griechenland-Hilfspaket am Vortag für etwas Beruhigung an den Märkten gesorgt hatte, wirft der US-Haushaltsstreit erneut seine Schatten voraus. Regierung und Opposition wollen in dieser Woche einen neuen Anlauf starten, um ihre Differenzen zu überwinden. Sollte dies nicht gelingen, greifen zum Jahreswechsel automatische Steuererhöhungen und Ausgabekürzungen, die die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnten.

Der Standardwerteindex SMI tendierte nach rund einer halben Stunde 0,1 Prozent tiefer bei 6706 Punkten. Der breite SPI gab ebenfalls 0,1 Prozent auf 6169 Zähler nach. Sowohl an der Tokioter Börse als auch den anderen Märkten in Asien war es zuvor zu Verlusten gekommen. Auch die Märkte in Europa gaben im frühen Handel nach.

Eine leichte Erholung von 0,4 Prozent beim Börsenschwergewicht Nestle verhinderte allerdings ein weiteres Abgleiten des SMI.

Die ebenfalls als defensiv eingestuften Werte Novartis und Roche tendierten dagegen etwas schwächer. Novartis gab zuvor bekannt, an der Konferenz der American Society of Hematology und am San Antonio Breast Cancer Symposium eine Vielzahl neuer Studiendaten zu hämatologischen Krankheiten und Brustkrebs vorstellen zu wollen.

Die Aktien aus dem Finanzsektor tendierten uneinheitlich. Während Credit Suisse leicht zulegten, gaben UBS um 0,7 Prozent ab.

Die Titel des Versicherers Swiss Life rutschten um 3,2 Prozent ab. Das Unternehmen schreibt gut eine halbe Milliarde Franken auf den Goodwill der Tochter AWD ab und gibt die Marke auf. Der Gewinn für 2012 wird gerade noch einen zweistelligen Millionenbetrag erreichen. Die Dividende bleibt unverändert bei 4,50 Franken.

Auch Swiss Re verloren erneut an Boden nach dem der Rückversicherer in den vergangenen Tagen aufgrund der hohen Kosten im Zusammenhang mit den Hurrikan "Sandy" zum Teil schon deutliche Kursverluste erlitten hatte.

Der Farbspezialist Datacolor verlor rund ein Prozent. Das Unternehmen hatte für das Geschäftsjahr 2011/12 einen um 11,7 Prozent höheren Reingewinn von 4,2 Millionen Dollar erzielt und die Dividende um einen Franken auf elf Franken erhöht.