US-Haushaltsstreit lastet weiter auf Wall Street

Mittwoch, 28. November 2012, 15:52 Uhr
 

New York (Reuters) - Der US-Haushaltsstreit hat die Wall Street auch am Mittwoch in seinem Bann gehalten.

Die New Yorker Börsen starteten mit Kursverlusten in den Handel. Anleger zeigten sich besorgt nach Signalen aus Washington, dass die Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition zur Lösung des Problems der sogenannten Fiskalklippe bislang nur wenig Fortschritte offenbarten.

Neuen Schwung in die Gespräche wollte Präsident Barack Obama bringen, der bei einem Treffen im Weißen Haus mit einflussreichen Wirtschaftsmanagern über das Thema sprechen wollte. Sal Arnuk von Themis Trading bezeichnete dies zwar als ermutigendes Signal. Insgesamt überwiegt am Markt aber immer noch die Vorsicht. Sollte es zu keiner Einigung zwischen den großen politischen Kräften kommen, drohen zum Jahreswechsel weitreichende Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, die die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnten.

Im Blick der Anleger standen ferner neue Daten vom Immobilienmarkt, die für 16.00 Uhr (MEZ) erwartet wurden, und der Konjunkturbericht der US-Notenbank (20.00 Uhr).

Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent tiefer mit 12.822 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 1391 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,6 Prozent nach auf 2951 Stellen.

Unter den Einzelwerten ragten Knight Capital heraus, die 16 Prozent in die Höhe schossen. Der Broker hat ein Übernahmeangebot von Getco LLC erhalten.