Nestle und Novartis stützen Schweizer Börse

Mittwoch, 28. November 2012, 17:13 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Kursgewinne der defensiven Schwergewichte Nestle und Novartis haben der Schweizer Börse am Mittwoch Auftrieb gegeben.

Angesichts des schwelenden Haushaltsstreit in den USA hätten die Anleger europaweit Mittel in stabile Werte umgeschichtet, sagten Händler. Solche Titel sind an der Schweizer Börse überdurchschnittlich stark vertreten und haben im Börsenindex grosses Gewicht. Zusätzlich Schub erhielt der Markt dann am Nachmittag, als der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses die Möglichkeit eines Kompromisses in der Hängepartie um das US-Budget andeutete.

Der Standartwerteindex SMI notierte gegen Börsenschluss um 0,5 Prozent höher bei 6749 Punkten. Der breite SPI stand 0,4 Prozent höher auf 6202 Zählern.

An der Spitze der Gewinnerliste standen die Titel des Agrochemiekonzerns Syngenta, die 1,5 Prozent zulegten. Mit einem Plus von 1,4 Prozent folgten Nestle. Der Konzern steigt über ein Joint Venture in die traditionelle chinesische Medizin ein.

Überwiegend schwächer tendierten Finanztitel. Credit Suisse sanken um knapp ein Prozent, während UBS gut ein Prozent verloren.

Die Titel des Versicherers Swiss Life rutschten um knapp zwei Prozent ab. Das Unternehmen schreibt gut eine halbe Milliarde Franken auf den Firmenwert der AWD ab und gibt die Marke auf. Der Gewinn für 2012 wird gerade noch einen zweistelligen Millionenbetrag erreichen. Die Dividende bleibt unverändert bei 4,50 Franken. Zurich Financial fielen um knapp ein Prozent. Swiss Re beendeten eine mehrtägige kleine Verlustserie und legten 0,7 Prozent zu.

Die Pharmatitel notierten fester. Novartis will an der Konferenz der American Society of Hematology und am San Antonio Breast Cancer Symposium eine Vielzahl neuer Studiendaten zu hämatologischen Krankheiten und Brustkrebs vorstellen. Der Titel zog knapp 0,5 Prozent an. Roche stiegen um 0,6 Prozent.

Konjunktursensible Titel legten ebenfalls zu. An der Spitze des Sektors standen ABB mit einem Plus von fast einem Prozent. Swatch verbesserten sich um 0,5 Prozent.

Der Farbspezialist Datacolor verlor rund ein Prozent. Das Unternehmen hatte für das Geschäftsjahr 2011/12 einen um 11,7 Prozent höheren Reingewinn von 4,2 Millionen Dollar erzielt und erhöht die Dividende um einen Franken auf elf Franken.