Hoffnung im US-Haushaltsstreit dürfte Schweizer Börse beflügeln

Donnerstag, 29. November 2012, 08:13 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Hoffnung auf einen baldigen Kompromiss im US-Haushaltsstreit dürfte am Donnerstag die Kurse an der Schweizer Börse beflügeln.

Präsident Obama und ein führender Republikaner hatten am Mittwoch Optimismus signalisiert und damit an den Börsen weltweit für Erleichterung gesorgt. Er hoffe, dass sich beide Parteien bis Weihnachten auf ein Rahmenabkommen einigen könnten, sagte Obama. Zuvor hatte der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, Boehner, erklärt, grundsätzlich könne über Steuereinnahmen verhandelt werden.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI am Dienstag vorbörslich um 0,6 Prozent höher mit 6796 Punkten. Auch der SMI-Future notierte mit 6792 Zählern um 34 Punkte fester.

Die Schweizer Wirtschaft kann auf ein gutes zweites Quartal zurückblicken. Das Bruttoinlandprodukt wuchs gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent. Im Jahresvergleich erreichte das Wirtschaftswachstum mit 1,4 Prozent den höchsten Wert in diesem Jahr. Auch die Warenexporte stiegen an. Die Investitionen schwächeln noch etwas.

Der Versicherer Zurich Insurance Group hat seine Zielvorgaben bestätigt und den Aktionären eine attraktive Dividende in Aussicht gestellt. "Unsere Ziele für 2013 bleiben unverändert, und wir sind auf gutem Weg, sie zu erreichen", erklärte Konzernchef Martin Senn am Donnerstag.

Der Technologiekonzern Georg Fischer treibt den Umbau seiner Geschäfte voran. Das Unternehmen gab bekannt, sich von seinem Aluminium-Sandgussgeschäft mit zwei Werken in Deutschland trennen zu wollen. Es geht um einen Umsatz von 127 Millionen Franken. Käufer ist der österreichische Autozulieferer MWS Gruppe. Georg Fischer will in China weiter expandieren. Die Transaktion wird den Fischer-Gewinn mit 27 Millionen Franken belasten.

Der Pharma-Zulieferer LONZA hat mit dem US-Konzern Monument Chemical eine definitive Vereinbarung über den Verkauf des Performance Urethanes- und Organics-Geschäfts in Brandenburg, Kentucky unterzeichnet. Finanzielle Details wurden nicht bekanntgegeben.

Die Schweizer Börse hat die Frist für die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen des Ölindustrie-Dienstleisters Weatherford erneut verlängert. Weatherford hatte vor einigen Wochen Korrekturbedarf wegen Fehler in der Steuerberechnung angemeldet.