Hoffnung im US-Haushaltsstreit schiebt Schweizer Börse an

Donnerstag, 29. November 2012, 09:19 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Hoffnung auf einen baldigen Kompromiss im US-Haushaltsstreit hat am Donnerstag die Kurse an der Schweizer Börse beflügelt.

Präsident Obama und ein führender Republikaner hatten am Vortag Optimismus signalisiert und damit an den Börsen weltweit für Erleichterung gesorgt. Er hoffe, dass sich beide Parteien bis Weihnachten auf ein Rahmenabkommen einigen könnten, sagte Obama. Laut dem republikanischen Präsidenten des Repräsentantenhauses, Boehner, könne grundsätzlich über Steuereinnahmen verhandelt werden.

Der Standardwerteindex SMI notierte gegen 9.15 Uhr um 0,4 Prozent fester bei 6785 Punkten. Der breite SPI legte ebenfalls 0,4 Prozent auf 6234 Zähler zu.

Zu den grössten Gewinnern zählten die Titel aus dem Bankensektor. Credit Suisse legten um 1,4 Prozent zu und UBS gewannen ein knappes Prozent hinzu.

Im Versicherungssektor konnten Zurich Insurance 0,8 Prozent zulegen. Das Unternehmen bestätigte auf einem Investorentag seine Zielvorgaben und stellte den Aktionären eine attraktive Dividende in Aussicht. "Unsere Ziele für 2013 bleiben unverändert, und wir sind auf gutem Weg, sie zu erreichen", erklärte Konzernchef Martin Senn.

Swiss Re stiegen ebenfalls um 0,8 Prozent. Die Titel des Rückversicherers waren zuletzt aufgrund der hohen Kosten durch den US-Hurrikan "Sandy" stark unter Druck geraten.

Zu den Gewinnern zählten daneben auch Aktien aus dem Bereich Luxusgüter wie Richemont und Swatch, die ein knappes Prozent zulegen konnten.

Defensive Werte wie Roche, Nestle und Novartis waren mit Kursgewinnen von 0,2 bis 0,6 Prozent für einmal weniger gefragt.

Der Autozuliefeer Georg Fischer treibt den Umbau seiner Geschäfte voran. Das Unternehmen gab bekannt, sich von seinem Aluminium-Sandgussgeschäft mit zwei Werken in Deutschland trennen zu wollen. Es geht um einen Umsatz von 127 Millionen Franken. Käufer ist der österreichische Autozulieferer MWS Gruppe. Georg Fischer will in China weiter expandieren. Die Transaktion wird den Fischer-Gewinn mit 27 Millionen Franken belasten. Die Titel tendierten ein halbes Prozent fester.