US-Hoffnungen treiben Schweizer Börse auf Jahreshoch

Donnerstag, 29. November 2012, 18:14 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Gute Nachrichten aus den USA haben der Schweizer Börse am Donnerstag ein neues Jahreshoch beschert.

Händler verwiesen auf die sich verdichtenden Anzeichen auf eine baldige Lösung im US-Haushaltsstreit. Zudem entwickelte sich der US-Immobilienmarkt im Oktober besser als erwartet. Insgesamt hofften die Anleger damit, dass der Weltwirtschaft eine zweite grosse Baustelle neben der Euro-Krise erspart bleiben könnte.

Der Standardwerteindex SMI schloss um 1,1 Prozent höher bei 6828,5 Punkten. Im Handelsverlauf hatte der SMI bei 6829,5 Punkten ein Jahreshoch erreicht. Der breite SPI legte 1,0 Prozent auf 6274 Zähler zu.

Zu den grössten Gewinnern zählten die Titel aus dem Finanzsektor. Der Versicherer Zurich Insurance kletterte 2,5 Prozent. Das Unternehmen bestätigte auf einem Investorentag seine Zielvorgaben und stellte den Aktionären eine attraktive Dividende in Aussicht. "Unsere Ziele für 2013 bleiben unverändert, und wir sind auf gutem Weg, sie zu erreichen", erklärte Konzernchef Martin Senn. Die Zurich-Aktie liefert auf der Basis der letzten Ausschüttung von 17 Franken je Titel die höchste Dividendenrendite, die sich ab der Schweizer Börse mit einem Blue Chip erzielen lässt.

Swiss Re stiegen um 0,8 Prozent. Die Titel des Rückversicherers waren zuletzt aufgrund der hohen Kosten durch den US-Hurrikan "Sandy" unter Druck geraten. Credit Suisse legten 2,1 Prozent zu. Die Aktien des Konkurrenten UBS hinkten mit einem Plus von 0,7 Prozent etwas hinterher.

Bei den defensiven Werten rückte der Lebensmittelriese Nestle 0,7 Prozent vor. Die Pharmaschwergewichte Roche und Novartis gingen jeweils rund ein Prozent fester aus dem Handel.

Bei den konjunktursensitive Titeln verteuerten sich ABB und Adecco um knapp zwei Prozent. Georg Fischer stiegen sogar um 2,2 Prozent. Der Autozulieferer trennt sich von seinem Aluminium-Sandgussgeschäft mit zwei Werken in Deutschland. Es geht um einen Umsatz von 127 Millionen Franken. Käufer ist der österreichische Autozulieferer MWS Gruppe.

Einziger Verlierer unter den Standardwerten war Givaudan mit einem Minus von 0,6 Prozent.