Euro stabilisiert - Einigung auf Griechenhilfe stützt

Freitag, 30. November 2012, 16:14 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der Euro hat sich zum Monatsende stabilisiert und um die Marke von 1,30 Dollar eingependelt.

Händler sagten, die Grundstimmung bleibe nach der Einigung auf neue Griechenland-Hilfen positiv. Etliche Investoren habe das veranlasst, ihre Euro-Positionen auszubauen. Die Gemeinschaftswährung pendelte am Freitag zwischen 1,2967 und 1,3027 Dollar.

Gut kamen den Händlern zufolge auch Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi an, wonach sich die Euro-Zone ab der zweiten Jahreshälfte 2013 erholen werde.

ANLEGER SETZEN AUF WEITERE LOCKERUNG DER GELDPOLITIK JAPANS

Zum japanischen Yen stieg der Euro zeitweise auf den höchsten Stand seit sieben Monaten. Händler verwiesen auch hier auf Positionsanpassungen zum Monatsende. In der Spitze wurden 107,66 (spätes Vortagesgeschäft: 106,55) Yen je Euro gezahlt. Die Talfahrt des Yen könnte sich Analysten zufolge fortsetzen. Denn Investoren stellen sich darauf ein, dass die japanische Parlamentswahl am 16. Dezember zu einem Regierungswechsel und im Anschluss daran zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik führen wird. Der Kandidat der oppositionellen Liberaldemokraten, Shinzo Abe, hat gefordert, dass die Zentralbank künftig nicht nur für die Wahrung der Preisstabilität, sondern - wie die US-Notenbank Fed - auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen in die Pflicht genommen werden solle. Umfragen zufolge hat Abe gute Chancen, neuer Regierungschef zu werden.

Am europäischen Rentenmarkt lief das Geschäft recht ruhig. Der richtungweisende Bund-Future notierte zwölf Tics höher bei 142,96 Punkten. Spanische Zehnjährige rentierten mit 5,38 (5,36) Prozent, italienische mit 4,53 (4,56) Prozent.