Wall Street kaum verändert - Zynga auf Talfahrt

Freitag, 30. November 2012, 18:04 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Wall Street hat sich am Freitag kaum bewegt.

Der Hickhack im US-Haushaltsstreit ließ Anleger vorsichtig agieren. Sie warteten auf eine Erklärung von Präsident Barack Obama, der sich bei einem Fabrikbesuch in Pennsylvania zum Konflikt zwischen Demokraten und Republikanern äußern wollte. Führende US-Kongressabgeordnete hatten zuletzt wieder ein düsteres Bild der Haushaltsverhandlungen gezeichnet. Der Republikaner John Boehner erklärte, in den vergangenen zwei Wochen habe es keine substanziellen Fortschritte gegeben. Der Präsident des Repräsentantenhauses warf Finanzminister Timothy Geithner vor, keinen brauchbaren neuen Plan für eine Einigung vorgelegt zu haben.

Für das Jahresende zeigten sich die Börsianer jedoch zuversichtlich. "Wir erwarten eine Lösung in Washington und eine weitere Stabilisierung der Eurozone," sagte John Praveen von Prudential International Investments Advisers. "Diese beiden Faktoren in Verbindung mit Liquidität und Rückenwind bei den Zinsen sollten zu einer Rally zum Jahresende führen."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum Mittag etwas mehr als 0,2 Prozent auf 12.994 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 ging um 0,26 Prozent auf 1412 Zähler zurück. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,35 Prozent auf 3002 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit 7405,5 Stellen knapp im Plus aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten trennten sich Anleger fluchtartig von Zynga-Aktien. Nach Jahren enger Partnerschaft führen die Internetkonzerne Facebook und Zynga künftig nur noch eine lockere Beziehung. Sie vereinbarten weitreichende Änderungen in ihrem Bündnis, die beiden größere Freiheiten erlauben. Die Anteilsscheine von Zynga brachen rund acht Prozent ein, Papiere von Facebook verloren gut ein Prozent.

Von der Konjunktur kamen enttäuschende Daten: Die Konsumausgaben gingen im Oktober zum Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Analysten hatten indes mit einer Stagnation gerechnet.