Schweizer Börse verteidigt Gewinne

Freitag, 30. November 2012, 18:03 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag die im Wochenverlauf erzielten Gewinne knapp verteidigt.

Abgaben in den schwer gewichteten Titeln Nestle und Novartis konnten von den Gewinnen in den konjunkturabhängigen Werten fast aufgewogen werden.

Händler erklärten, die Marktstimmung habe sich in den vergangenen Tagen deutlich aufgehellt. Die Anleger gingen davon aus, dass in der europäischen Schuldenkrise das Schlimmste überwunden sei. Zudem hofften die Investoren auf einen baldigen Kompromiss im US-Haushaltsstreit. Nach Ansicht von Analysten kann keine der beiden Seiten Interesse daran haben, dass ein Kompromiss endgültig scheitert. Eine oder zwei Wochen könne das Hin und Her allerdings schon noch dauern, sagte ein Analyst von BNP Paribas.

Der SMI schloss 0,1 Prozent tiefer auf 6821 Zählern nach einem Tages-Hoch bei 6848 Punkten. Zuletzt hatte der SMI im April 2010 diese Höhen erklommen. Der breite SPI notierte praktisch stabil bei 6275 Zählern. Der Markt sei überkauft, warnten einige Händler. Vor einer Woche schloss der SMI bei 6715 Zählern.

Deutlich fester präsentierten sich die Titel aus dem Luxusgütersektor: Swatch kletterten um 1,5 Prozent und Richemont gewannen 1,7 Prozent. Im Markt gab es Spekulationen, dass Richemont in einen wichtigen Index aufrücken könnte.

Kaum verändert tendierten die Grossbanken UBS und Credit Suisse. Auch die Versicherungen Swiss Re und Zurich bewegten sich weitgehend auf dem Vortages-Niveau.

Die defensiven Titel standen dagegen mehrheitlich auf den Verkaufszetteln der Anleger. Nestle verloren 0,6 Prozent, Novartis 0,5 Prozent. Auf der Verliererseite waren auch die Aktien von Swisscom und dem Agrochemiekonzern Syngenta. Givaudan legten 0,6 Prozent zu. Blackrock baute seinen Anteil an der Firma über drei Prozent aus.