Nikkei trotz US-Sorgen im Plus - Exportwerte unter Druck

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 08:12 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Trotz der Sorgen wegen des Haushaltsstreites in den USA ist der Nikkei am Mittwoch mit einem Gewinn aus dem Handel gegangen.

Der Leitindex legte um 0,4 Prozent zu, obwohl einige Exportwerte unter Druck kamen. Anleger fürchten, dass bei einer Eskalation der Auseinandersetzung zwischen Demokraten und Republikanern der Dollar unter Druck geraten könnte. Dies würde die Gewinne japanischer Exportunternehmen drücken. Unterdessen signalisierte die japanische Notenbank so deutlich wie selten zuvor eine Lockerung der Geldpolitik noch in diesem Monat. Sollte sich die Wirtschaft schlechter als von der Zentralbank erwartet entwickeln, werde man entschlossen handeln, sagte Vizechef Kiyohiko Nishimura am Mittwoch vor Geschäftsleuten in der Stadt Niigata. Der Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities sagte, Investoren schauten eher auf Unternehmensnachrichten und weniger auf die gesamtwirtschaftliche Lage bei ihren Entscheidungen und ließen eher Vorsicht walten.

Der Nikkei stieg um 0,4 Prozent auf 9468 Punkte. Der breiter aufgestellte Topix zeigte sich mit einem Stand von 781 Zählern fast unverändert. Auch an anderen asiatischen Märkten überwog der Optimismus. So stieg die Börse in Shanghai um 3,2 Prozent und in Hongkong um 1,6 Prozent. Der Euro legte im fernöstlichen Handel zu: Er notierte bei 1,3109 Dollar nach 1,3096 Dollar am Dienstabend in New York.

In Tokio gaben vor allem die Aktien von Exporteuren nach. So sanken Papiere der Autohersteller Toyota um 0,3 Prozent und Suzuki um 1,3 Prozent. Überzeugende Umsatzzahlen sorgten dagegen für einen Gewinn von drei Prozent bei der Bekleidungskette Fast Retailing. Wegen einer Analystenempfehlung waren auch Anbieter von Spezialstahl gefragt: So gab es bei Aichi Steel ein Plus von 5,1 Prozent.

 
A man passes an electronic board displaying falls in global market indices outside a brokerage in Tokyo November 8, 2012. REUTERS/Yuriko Nakao