Schweizer Börse wird schwächer erwartet

Dienstag, 4. Dezember 2012, 08:12 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Dienstag schwächer starten. Händler erwarten eine Konsolidierung, die sich bereits am Vortag abgezeichnet hat.

Enttäuschende US-Konjunkturzahlen drückten die Wall Street und die Aktienmärkte in Fernost ins Minus. "Die Gewinnmitnahmen werden noch etwas anhalten", sagte ein Händler. Mit einem starken Kursrückgang rechnet er allerdings nicht. "Dafür gibt es momentan ganz einfach zu wenig Negativ-Nachrichten und zu viel Liquidität im Markt."

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent tiefer mit 6825 Punkten. Der SMI-Future gab 0,1 Prozent auf 6838 Zähler nach. Am Vortag hatte der Leitindex SMI vorübergehend den höchste Stand seit April 2010 erreicht, bevor die Kurse im Sog der schwachen US-Daten abgebröckelt waren.

Die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS wollen mit Negativzinsen und speziellen Gebühren Geldzuflüsse von anderen Banken in Grenzen halten.

Oerlikon konzentriert sich im Textilmaschinenbau künftig auf Chemiefasern und veräussert das Geschäft mit Naturfasern und Textil-Komponenten an die Firma Jinsheng des chinesischen Investors Pan Xuepeng. Die Transaktion basiert auf einem Unternehmenswert von rund 650 Millionen Franken und soll im dritten Quartal 2013 abgeschlossen sein. 2012 rechnet Oerlikon auf Basis der angepassten Vorjahreszahlen neu mit mehr als fünf Prozent Umsatzwachstum, einem nahezu stabilen Bestellungseingang und einer um rund einen Prozentpunkt besseren Betriebsgewinnmarge. Vorbörslich wurden die Oerlikon-Aktien um 2,6 Prozent höher indiziert.

Publigroupe will über den Rückkauf von Aktien und eine Sonderdividende 45 Millionen Franken an seine Aktionäre ausschütten. Der Medienkonzern wird nach eigenen Angaben auch danach noch über bedeutende Liquiditätsreserven und einen grosszügigen Spielraum für Investitionen verfügen. 2012 wird ein kleiner operativer Verlust erwartet. Dank Immobilien- und Beteiligungsverkäufen sollen unter dem Strich aber mehr als 41 Millionen Franken Gewinn stehen.

Die deutsche Signal Iduna-Gruppe hat ihre Beteiligung an dem Versicherer Baloise auf knapp unter fünf Prozent reduziert.