Dax startet mit leichten Verlusten - US-Vorgaben belasten

Dienstag, 4. Dezember 2012, 09:15 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Angesichts durchwachsener Vorgaben aus New York und Tokio haben sich die meisten Investoren am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten.

Der Dax gab am Dienstag zur Eröffnung um 0,2 Prozent auf 7420 Punkte nach. Am Vortag war der Leitindex noch auf den höchsten Stand seit anderthalb Jahren gestiegen.

Die unklaren Aussichten für die US-Konjunktur lasteten etwas auf der Stimmung, sagte Natalie Rampono, Anlage-Strategin der ANZ Bank. "Außerdem erhalten wir unterschiedliche Nachrichten über die Verhandlungen rund um die US-'Fiskalklippe'." Das US-Präsidialamt hat in der Nacht zum Dienstag einen Vorschlag der Republikaner zur Beilegung des Haushaltsstreits abgelehnt. Ohne eine Einigung drohen den USA zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen - die sogenannte "Fiskalklippe". Dies könnte fatale Folgen für die US-Konjunktur haben und die größte Volkswirtschaft der Welt in die Rezession stürzen.

Die Aktie der Deutschen Post sank um bis zu 1,6 Prozent und gehörte damit zu den schwächsten Dax-Werten. Der Logistikkonzern will zwei Milliarden Euro am Anleihemarkt aufnehmen, um seine Mitarbeiterpensionen zu finanzieren. Dagegen gewannen Deutsche Telekom 0,6 Prozent an Wert. Die Bonner können bei der geplanten Fusion von T-Mobile USA mit dem kleineren Mobilfunkanbieter MetroPCS möglicherweise aufatmen. Sprint Nextel will Kreisen zufolge kein Gegengebot für MetroPCS mehr vorlegen, wie drei mit den Überlegungen vertraute Personen sagten.

 
Traders are pictured at their desk under the DAX board at the Frankfurt stock exchange December 3, 2012. REUTERS/Remote/Marte Kiessling