Wall Street startet kaum verändert - US-Etatstreit belastet

Dienstag, 4. Dezember 2012, 16:10 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Wall Street hat am Dienstag belastet vom anhaltenden US-Haushaltsstreit kaum verändert eröffnet.

Präsident Barack Obama lehnt den jüngsten Vorschlag der Republikaner als unausgewogen ab. Damit verhärteten sich die Fronten in der Etatdebatte. Die Hoffnungen der Börsianer auf eine rasche Einigung wurden zerschlagen. Knackpunkt ist, dass Obamas Forderung nach Steuererhöhungen für Reiche nicht aufgegriffen wurde. Ohne eine Einigung im Haushaltsstreit drohen den USA zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Experten sprechen von einer Fiskalklippe: Wenn sich die Parteien nicht rechtzeitig verständigen, könnte die größte Volkswirtschaft der Welt in die Rezession stürzen. "Beim ersten Anzeichen einer Annäherung werden wir aber eine Erleichterungsrally sehen", sagte Art Hogan von Lazard Capital Markets in New York.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte in den ersten Minuten um 0,1 Prozent auf 12.977 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 trat mit 1409 Punkten in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 2999 Punkte.

Bei den Einzelwerten legten die Aktien von Toll Brothers um 3,3 Prozent zu, nachdem der US-Baukonzern einen höheren Gewinn und einen kräftigen Auftragsanstieg bekannt gegeben hatte.

Die Anteilsscheine des Mobilfunkanbieters MetroPCS Communications ließen dagegen mehr als sieben Prozent Federn. Konkurrent Sprint Nextel will Kreisen zufolge kein Gegengebot für MetroPCS mehr vorlegen, wie drei mit den Überlegungen vertraute Personen sagten.

Die Dividendenpapiere von Pep Boys-Manny Moe & Jack brachen knapp neun Prozent ein. Börsianer straften den Autoteile-Händler für seine enttäuschenden Quartalszahlen ab.