Schweizer Börse auf Konsolidierungskurs

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 17:45 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Mittwoch in engen Spannen seitwärts bewegt.

Händler sprachen von einem richtungslosen Geschäft mit dünnen Umsätzen. Die Marktteilnehmer schwankten zwischen Hoffen und Bangen. So hellte sich Stimmung zunächst auf, als in China der neue Chef der Kommunistischen Partei, Xi Jinping, die Hoffnungen auf eine Belebung der Wirtschaft geschürt und die japanische Notenbank eine Lockerung der Geldpolitik noch in diesem Monat signalisiert hatte. Dagegen trübten enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt die Stimmung wieder ein.

Der SMI schloss um 0,02 Prozent leichter bei 6852 Punkten. Bei 6876 Zählern hatte der Bluechip-Index im Frühgeschäft noch den höchsten Stand seit April 2010 erreicht. Der breite SPI war mit 6305 Zählern bruchteilig fester.

Händler sagten, trotz der leichten Enttäuschung aus den USA sei die Stimmung an den Finanzmärkten momentan positiv. Das Thema Schuldenkrise scheine niemanden mehr gross zu ängstigen, hiess es in einem Kommentar der ZKB.

Nachdem die US-Wirtschaft im November nach Angaben der privaten Arbeitsvermittlung ADP etwas weniger Jobs als erwartet geschaffen und hat, warten die Markteilnehmer nun gespannt auf weitere Zahlen vom US-Arbeitsmarkt am Donnerstag und Freitag.

Gesucht waren die Aktien der Banken. Der Kurs der Credit Suisse stieg um 1,3 Prozent und der der UBS gewann 1,4 Prozent. Die Beruhigung im Zusammenhang mit der Schuldenkrise helfe dem Sektor.

Die Anteile von Valiant Bank kletterten um sechs Prozent auf 100 Franken. Die Regionalbank bestätigte, dass sie mit der Berner Kantonalbank Gespräche über einen Zusammenschluss führt. Die Aktien der BKB notierten um 0,7 Prozent leichter.

Uneinheitlich zeigten sich die Versicherungswerte. Swiss Re büssten ein Prozent ein. Händler verwiesen darauf, dass Warren Buffett's Berkshire Hathaway, die an Swiss Re beteiligt ist, von dem Rückversicherer im Zusammenhang mit US-Lebensversicherungen eine Milliarde Dollar verlangen solle. Beide Firmen lehnten einen Kommentar dazu ab. Zurich waren gehalten und Helvetia büssten 0,5 Prozent ein.

Die Papiere der beiden Pharmariesen Novartis und Roche waren nahezu unverändert und die des Lebensmittelmultis Nestle schwächten sich etwas ab.   Fortsetzung...