Asiatische Börsen im Höhenflug

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 07:37 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Haushaltsstreits in den USA und auf einen anhaltend schwachen Yen haben am Donnerstag die asiatischen Börsen beflügelt.

An der Tokioter Leitbörse stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf den höchsten Stand seit sieben Monaten und ging mit 9545 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte 0,9 Prozent auf 789 Punkte. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans tendierte nach positiven Äußerungen von US-Präsident Barack Obama zum Haushaltsstreit mit den Republikanern so hoch wie seit 16 Monaten nicht mehr.

Hinter dem Kursaufschwung in Tokio stand auch die Erwartung, dass die Notenbank von Japan entschlossene Maßnahmen zur weiteren Lockerung der Geldpolitik ergreift, wenn am 16. Dezember eine neue Regierung gewählt wird. Der als Favorit gehandelte Chef der oppositionellen Liberaldemokraten, Shinzo Abe, hat die Zentralbank zu einer unbegrenzten Lockerung der Geldpolitik aufgefordert. Seine Äußerungen haben bereits zu einer Schwächung des Yen geführt, was die Exporte des Landes verbilligt.

Das trieb vor allem die Aktienkurse von Exportfirmen wie Toyota Motor, TDK Corp, Daikin Industries und Honda Motor an, die am Donnerstag zwischen 1,0 bis 3,6 Prozent stiegen.

Auch die Börsen in Hongkong, Seoul lagen im Plus, wobei der Hang Seng auf den höchsten Stand seit 16 Monaten stieg. Die Börse in Shanghai, die am Vortag zum ersten Mal seit November wieder die Marke von 2000 Zählern übersprungen hatte, tendierte dagegen ins Minus.

Vor der EZB-Tagung am Donnerstag gab der Euro im fernöstlichen Devisenhandel nach. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3051 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Euro mit 107,71 Yen gehandelt. Ein Dollar kostete 82,51 Yen.

Der Schweizer Franken notierte bei 0,9270 Franken je Dollar und 1,2103 Franken je Euro.

 
A man walks past an electronic board showing the graphs of exchange rates between the Japanese Yen and the U.S. dollar outside a brokerage in Tokyo November 22, 2012. A 4 percent slide in the yen against the dollar in the last week and a half, driven by expectations that the Bank of Japan would take aggressive monetary policy under a likely new government, has increased the allure of long-suffering exporter shares and pushed Japanese stocks higher. REUTERS/Kim Kyung-Hoon (JAPAN - Tags: BUSINESS)