Schweizer Börse - Anleger bleiben im Frühgeschäft in Deckung

Dienstag, 11. Dezember 2012, 10:03 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag im Frühgeschäft wenig verändert tendiert.

Die Marktteilnehmer seien zwar zuversichtlich, dass der Aufwärtstrend weitergehen werde, trauten sich aber doch nicht aus der Deckung, sagte ein Händler. Der US-Haushaltsstreit, die Euro-Schuldenkrise und auch Konjunktursorgen lasteten weiterhin auf dem Markt, sagten Händler.

Vor dem Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (Fed), das heute beginnt und am Mittwoch endet, warteten die Anleger erst recht ab. Im Markt werde damit gerechnet, dass die Fed eine weitere Runde von Anleihen-Rückkäufen ankündigen. Dagegen gehen die Ökonomen bei der Veröffentlichung der geldpolitischen Lagebeurteilung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstag nicht von Änderungen aus.

Der SMI notierte praktisch unverändert mit 6943 Zählern. Mit einem vorläufigen Tageshoch auf 6951 Punkten konnte der Leitindex das Jahreshoch noch leicht anheben. Der breite SPI war mit 6983 Punkten marginal leichter.

Auf Rekordkurs sind weiterhin die Aktien der Uhrenhersteller. Richemont legten knapp ein Prozent zu auf 74,40 Franken. UBS empfiehlt den Titel mit einem auf 81 von 69 Franken erhöhten Kursziel zum Kauf. Das Papier von Konkurrent Swatch, für das die Grossbank das Preisziel auf 485 von 445 Franken angehoben hat und das sie in die "Most preferred list" aufgenommen hat, legte leicht zu.

Bei anderen zyklischen Papieren setzte sich bei geringen Kursausschlägen kein klarer Trend durch. ABB, Geberit und Holcim legten zu und Sulzer, Fischer und Panapina ermässigten sich leicht.

Tiefere Kurse verzeichneten die Finanzwerte. Händler sagten, hier seien die Ängste vor einer Eskalation der Schuldenkrise, die nach der Rücktrittsankündigung von Italiens Ministerpräsident Mario Monti wieder aufgekommen seien, noch am stärksten zu spüren. "Der Wirbel klingt allmählich wieder ab", sagte ein Händler. Die Aktie von Credit Suisse sanken um 0,2 Prozent und die der UBS verloren 0,4 Prozent.

Die Anteile der als weniger krisenanfällig geltenden Pharmakonzerne Novartis und Roche waren gut gehalten. Nach Roche zu Wochenbeginn legte auch Novartis auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) positive Studienergebnisse vor. Dabei präsentierte Novartis neue Daten zu dem Medikament Tasigna, das später einmal das Blutkrebsmittel Glivec ablösen soll. Glivec verliert 2015 den Patentschutz.

Die Titel von AFG Arbonia Forster gewannen 2,7 Prozent. Der Bauausrüster verkleinert die Konzernleitung und passt die Strukturen der strategischen Ausrichtung auf die Bauausrüstung an. Die Division Oberflächentechnologie, die in den nächsten Jahren einen neuen Eigentümer bekommen soll, ist nicht mehr in der Konzernleitung vertreten. Für die Bereiche Kühltechnik und Präzisionsstahlrohre werden seit einiger Zeit die strategischen Optionen geprüft. Das Küchengeschäft der AFG Küchen AG gehört zum Kerngeschäft der AFG.