Dax kann von Fed-Geldgeschenk nicht profitieren

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 09:14 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die mangelnden Fortschritte bei den US-Haushaltsverhandlungen haben die erneute Fed-Geldspritze zur Ankurbelung der Konjunktur am Donnerstag überschattet.

Der Dax kam zur Eröffnung kaum vom Fleck und notierte bei 7617 Punkten. Seit Mitte November hat der Leitindex rund 700 Zähler zugelegt.

"Jeder positive Schub wird von der Erkenntnis gedämpft, dass die Fed nicht in der Lage sein wird, die Belastung für die Wirtschaft durch die 'Fiskalklippe' auszugleichen", schrieben die Analysten der Credit Agricole in einem Kommentar. Die Chance auf eine Einigung vor dem Jahresende schwinde mit jedem Tag.

Im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit verdoppelt die Notenbank Fed ihre Wertpapier-Ankaufprogramm auf 85 Milliarden Dollar monatlich. Unterdessen warnten Teilnehmer der US-Haushaltsverhandlungen, dass sich eine Einigung bis nach Weihnachten hinziehen könnte. Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen neuen Etat verständigen, drohen zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen. Außerdem laufen Steuererleichterungen aus. Experten fürchten, dass die weltgrößte Volkswirtschaft über diese sogenannte "Fiskalklippe" in die Rezession stürzen könnte.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten Fresenius Medical Care (FMC). Dem Konzern droht eine Sammelklage in den USA wegen unzureichender Informationen über Nebenwirkungen bei Dialyselösungen. Die Aktie verlor 0,6 Prozent auf 53,25 Euro.

 
Traders are pictured at their desk under the DAX board at the Frankfurt stock exchange December 12, 2012. REUTERS/Remote/Pawel Kopczynski (GERMANY - Tags: BUSINESS)