Schweizer Börse bröckelt ab

Freitag, 14. Dezember 2012, 10:14 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag im frühen Geschäft wenig verändert tendiert.

Zwar stimmten die besser als erwarteten Konjunkturdaten aus China die Marktteilnehmer optimistisch, aber der ungelöste US-Haushaltsstreit liege ihnen noch immer stark auf dem Magen, sagten Händler. Daher wagten sich die Anleger auch nicht recht aus der Deckung. Ausserdem könnten die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten den Märkten noch eine neue Richtung geben, hiess es weiter.

Der SMI notierte um 09:45 Uhr um 0,3 Prozent niedriger mit 6900 Punkten. Der breite SPI ermässigte sich um 0,2 Prozent auf 6347 Zähler.

Ein Händler sagte, manche Anleger seien enttäuscht, dass sich der SMI nach dem Anstieg auf über 7000 Punkte nicht über dieser psychologisch wichtigen Schwelle habe etablieren können.

Auch stehe mit dem Eurex-Verfall am kommenden Freitag ein wichtiges Ereignis auf der Agenda. Vor dem dreifachen Verfall, dem Hexensabbat, könnte es zu grösseren Kursausschlägen nach oben wie nach unten kommen. Dies verunsichere viele Marktteilnehmer noch zusätzlich.

Die Aktie von ABB ermässigte sich um 0,1 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern stellt die Sparte Energietechnik-Systeme neu auf, um die Ertragskraft zu steigern. ABB will sich auf Geschäfte mit höherer Wertschöpfung und geringerem Risiko konzentrieren. Dies werde im vierten Quartal Kosten von rund 350 Millionen Dollar verursachen. Die Ebitda-Marge für den Bereich soll sich dadurch bis 2015 auf neun bis zwölf von bisher sieben bis elf Prozent erhöhen. Die Konzernziele für 2015 blieben unverändert, hiess es.

Die Aktien anderer zyklischer Firmen wie Holcim, Clariant legten zu.

Die Anteile der UBS sanken um 0,3 Prozent. Der Grossbank droht wegen der Verwicklung in den Skandal um die Manipulation des Zinssatzes Libor Kreisen zufolge eine Milliarden-Strafe. Im Rahmen eines Vergleiches mit den amerikanischen und den britischen Aufsichtsbehörden werde UBS insgesamt etwa eine Milliarde Dollar zahlen müssen, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

Der Titel von Konkurrent Credit Suisse verlor 0,3 Prozent. Die Versicherungspapiere neigten mehrheitlich ebenfalls leicht zur Schwäche.

Die Anteile der als krisenresistent geltenden Schwergewichte Nestle und Novartis schwächten sich leicht ab. Roche waren unverändert.

Actelion verloren 1,6 Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für das Lungen-Medikament Macitentan der Basler Firma offiziell angenommen. Actelion rechnet damit, dass das Zulassungsverfahren etwa zwölf Monate dauert. Anleger hatten gehofft, dass das etwas schneller gehen würde.