US-Börsen starten fester - Hoffen auf Ende des Haushaltsstreits

Montag, 17. Dezember 2012, 15:53 Uhr
 

New York (Reuters) - Hoffnung auf ein Ende des US-Haushaltsstreits hat den New Yorker Börsen am Montag Aufrieb verliehen.

Die Republikaner legten Präsident Barack Obama am Wochenende konkrete Pläne für eine Erhöhung der Spitzensteuer vor. Verhandlungsführer John Boehner verlange aber im Gegenzug deutliche Einsparungen bei staatlichen Sozialleistungen, sagte ein mit der Sache Vertrauter. Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht einigen, drohen der weltgrößten Volkswirtschaft zum Jahreswechsel automatische Ausgabekürzungen und das Ende von Steuererleichterungen, was nach Expertenmeinung zu einer Rezession führen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte in den ersten Minuten um 0,4 Prozent auf 13.193 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,6 Prozent auf 1421 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,5 Prozent auf 2985 Punkte.

Die Papiere von Clearwire stürzten um 11,3 Prozent auf 2,98 Dollar ab. Das Internet-Unternehmen stimmte der zuletzt etwas aufgestockten Offerte des Mobilfunkers Sprint Nextel zu, die restlichen Clearwire-Aktien für 2,97 Dollar je Anteilsschein zu erwerben. Kleinaktionäre von Clearwire konnten ihre Forderung nach mehr Geld damit aber nur bedingt durchsetzen. Die Aktie von Sprint legte 0,9 Prozent zu.

Um 1,7 Prozent bergauf ging es für die Titel von American International Group(AIG). Der Versicherungskonzern leitete den Verkauf seines restlichen Anteils an der Asien-Tochter AIA an institutionelle Investoren in Hongkong ein. Mit der Sache vertrauten Personen zufolge könnte AIG dabei bis zu 6,5 Milliarden Dollar erlösen.

Nicht erholen konnten sich die Apple-Aktien und notierten 0,3 Prozent niedriger, nachdem die Analysten der Citigroup die Titel auf "neutral" von "buy" heruntergestuft hatten. Die Furcht vor einer härteren Konkurrenz auf dem Markt für Smartphones vertrieb die Anleger, obwohl Apple nach eigenen Angaben vom neuen iPhone 5 in China seit dem Verkaufsstart am Freitag zwei Millionen Modelle verkaufen konnte. Die Anteilsscheine des iPad-Herstellers haben in den vergangenen drei Monaten rund 30 Prozent an Wert verloren und gaben allein am Freitag 3,8 Prozent nach.