Annäherung im Haushaltsstreit stützt US-Börsen

Dienstag, 18. Dezember 2012, 15:52 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Aussicht auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit hat die Wall Street am Dienstag zum Handelsstart gestützt.

Börsianer äußerten sich zuversichtlich, dass das Problem der sogenannten Fiskalklippe gelöst werden kann. Sie reagierten auf Signale, wonach sich in den bislang erbittert geführten Verhandlungen Demokraten und Republikaner überraschend schnell annähern. Mit den Gesprächen vertrauten Kreisen zufolge ging Präsident Barack Obama am Montagabend auf seine Rivalen zu und zeigte sich bereit, die geplanten Steuererhöhungen für Reiche abzumildern. Insgesamt liegen die Positionen aber noch erheblich auseinander. Einigen sich die Parteien nicht, drohen im kommenden Jahr automatische Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen für alle Amerikaner. Die US-Wirtschaft könnte dann in die Rezession geraten.

"Keine Seite scheint zu verbissen auf ihren Positionen zu beharren", sagte Oliver Pursche, Präsident von Gary Goldberg Financial Services. "Das erhöht den Optimismus, dass es zu einer Einigung kommen könnte." Politische Risiken seien zuletzt der entscheidende Faktor gewesen, der Kursgewinne verhindert habe. "Wenn sie abnehmen, könnten wir eine deutliche Rally sehen."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte in den ersten Minuten um 0,1 Prozent zu auf 13.250 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um ebenfalls 0,1 Prozent auf 1432 knapp Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,3 Prozent auf 3020 Stellen.

Unter den Einzelwerten stachen Arbitron hervor, die um 24 Prozent in die Höhe schossen. Der Marktforscher wird für 1,26 Milliarden Dollar von Nielsen Holdings übernommen. Der Nielsen-Kurs stieg um 1,3 Prozent.

Die Oracle-Aktie notierte vor der Bekanntgabe von Geschäftszahlen nach Börsenschluss um 0,3 Prozent höher. Analysten prognostizierten ein Gewinnplus von mehr als zehn Prozent bei einem Umsatzrückgang von mehr als zwei Prozent.