Annäherung im Haushaltsstreit stützt US-Börsen

Dienstag, 18. Dezember 2012, 18:20 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Aussicht auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit hat die Wall Street am Dienstag gestützt.

Börsianer äußerten sich zuversichtlich, dass das Problem der sogenannten Fiskalklippe gelöst werden kann. Sie reagierten auf Signale, wonach sich in den bislang erbittert geführten Haushaltsverhandlungen Demokraten und Republikaner annähern. Einigen sich die Parteien nicht, drohen im kommenden Jahr automatische Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen für alle Amerikaner. Die US-Wirtschaft könnte dann in die Rezession geraten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum Mittag um 0,6 Prozent zu auf 13.317 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,8 Prozent auf 1442 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq profitierte von Gewinnen der Technologiewerte und kletterte um 1,2 Prozent auf 3045 Stellen. Der Dax schloss in Frankfurt mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 7653 Zähler

Mit den Etat-Gesprächen vertrauten Personen zufolge ging Präsident Barack Obama am Montagabend auf die Republikaner zu und zeigte sich bereit, die geplanten Steuererhöhungen für Reiche abzumildern. Insgesamt liegen die Positionen aber noch erheblich auseinander. Obamas jüngstes Angebot sei noch nicht ausreichend, sagte der republikanische Verhandlungsführer John Boehner.

"Keine Seite scheint zu verbissen auf ihren Positionen zu beharren", sagte Analyst Oliver Pursche von Gary Goldberg Financial Services. "Das erhöht den Optimismus, dass es zu einer Einigung kommen könnte." Politische Risiken seien zuletzt der entscheidende Faktor gewesen, der Kursgewinne verhindert habe. "Wenn sie abnehmen, könnten wir eine deutliche Rally sehen."

Unter den Einzelwerten stachen Arbitron hervor, die um 24 Prozent in die Höhe schossen. Der Marktforscher wird für 1,3 Milliarden Dollar von Nielsen Holdings übernommen. Der Nielsen-Kurs stieg um 2,6 Prozent.

Die Oracle-Aktie notierte vor der Bekanntgabe von Geschäftszahlen nach Börsenschluss um ein Prozent höher. Analysten prognostizierten ein Gewinnplus von mehr als zehn Prozent bei einem Umsatzrückgang von mehr als zwei Prozent.