Schweizer Börse startet fester - UBS-Aktien trotz Strafe gefragt

Mittwoch, 19. Dezember 2012, 09:42 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch im Frühgeschäft mit dem Rückenwind durch positive Vorgaben aus dem Ausland leicht zugelegt.

Die Hoffnung auf einen Durchbruch im US-Haushaltsstreit und eine weitere geldpolitische Lockerung in Japan hob Händlern zufolge die Stimmung der Anleger. Im Zentrum des Interesses stand die UBS. Die Aktien der Grossbank zogen trotz einer Milliarden-Strafe im Libor-Skandal leicht an.

Der SMI der Standardwerte legte 0,3 Prozent auf 6935 Zähler zu. Der breite SPI stieg ebenfalls um 0,3 Prozent auf 6381 Zähler.

Die UBS-Aktien gewannen 0,6 Prozent. Die Grossbank zahlt im Zusammenhang mit der Verstrickung in den Libor-Skandal eine Geldstrafe von etwa 1,4 Milliarden Franken und wird deshalb das vierte Quartal mit zwei bis zu 2,5 Milliarden Franken Verlust abschliessen. Die Strafe ist Bestandteil einer Einigung, die die Bank mit den Aufsichtsbehörden der USA, Grossbritanniens und der Schweiz erzielte. UBS Japan wird sich den Angaben zufolge in einem Punkt schuldig bekennen, den Zinssatz Libor manipuliert zu haben. Die Schweizer Aufsicht FINMA warf UBS schwere Verstösse gegen Finanzmarktgesetzte vor.

Die Titel von Konkurrent Credit Suisse rückten 0,5 Prozent vor. Auch die Titel der Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel legten in vergleichbarem Ausmass zu. Ebenso zeigten sich Versicherungswerte leicht fester.

Wenig verändert waren die Anteile der als krisenfest geltenden Arzneimittelhersteller Novartis und Roche sowie des Lebensmittelkonzerns Nestle.

Gewinne verbuchten die Aktien zyklischer Firmen wie ABB, Adecco und Holcim.

Swatch stiegen um 1,3 Prozent auf 465,10 Franken. Credit Suisse erhöhte das Kursziel auf 540 von 480 Franken und bekräftigte die Empfehlung "Outperform".

Precious Woods schnellten 13 Prozent hoch. Die Aktionäre haben einer Kapitalerhöhung zugestimmt.