Schweizer Börse schwächer erwartet

Donnerstag, 20. Dezember 2012, 08:20 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Donnerstag schwächer starten.

Den negativen Vorgaben aus den USA und Asien werde sich die Schweiz wohl anschliessen, sagten Händler. Der US-Etatstreit hänge weiter als Unsicherheitsfaktor über den Märkten und die japanische Notenbank habe die Geldpolitik zwar weiter gelockert aber nicht alle Erwartungen erfüllt, hiess es weiter.

Die Bank of Japan will das Programm zur Stützung der japanischen Wirtschaft um zehn Billionen Yen auf 101 Billionen Yen (gut 1,1 Milliarden Franken) erhöhen.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,5 Prozent tiefer mit 6912 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,4 Prozent niedriger mit 6924 Zählern. Am Mittwoch hatte der Leitindex um 0,5 Prozent auf 6950 Punkte zugelegt.

Der Verlauf der Sitzung dürfte zu einem grossen Teil vom dreifachen Eurex-Verfall vom Freitag beeinflusst werden. Am Nachmittag werden zudem noch zahlreiche US-Konjunkturdaten - veröffentlicht.

Die UBS ist auch in Hongkong mit einer Untersuchung wegen Verfehlungen bei der Übermittlung von Referenzzinssätzen konfrontiert. Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) erhielt nach eigenen Angaben von anderen Behörden Hinweise über ein mögliches Fehlverhalten der Bank. Nach der Milliarden-Strafe gegen die UBS haben die USA zwei frühere leitende Händler der Grossbank angeklagt. Das Geldhaus zahlt im Zusammenhang mit der Verstrickung in den Libor-Skandal etwa 1,4 Milliarden Franken und wird deshalb das vierte Quartal mit bis zu 2,5 Milliarden Franken Verlust abschliessen. Die UBS-Aktie war vorbörslich 1,4 Prozent tiefer indiziert.

Julius Bär will die Übernahme des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts von der Bank of America am 1. Februar 2013 formell vollziehen und baut deswegen ihre Geschäftsleitung früher als geplant per Anfang 2013 um. Gregory Gatesman, designierter Chief Operating Officer, stösst am 1. Februar zu Bär.

Valartis hat ihr 40-Prozent-Paket an Eastern Property Holding verkauft.

Bucher Industries übernimmt die deutsche Altenerding. Die Ölhydraulikfirma erwirtschaftet mit 250 Beschäftigten einen Umsatz von 35 Millionen Euro.