Schweizer Börse gibt nach - Roche und Nestle stützen

Freitag, 21. Dezember 2012, 11:01 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Freitag abgeschwächt. Unterstützung für den Markt kam vor allem von den beiden Schwergewichten Roche und Nestle.

Die Stimmung bei den Anlegern hat sich nach Angaben von Händlern getrübt, nachdem eine Einigung im US-Haushaltsstreit wieder in weitere Ferne gerückt sei. Marktteilnehmer neigten wieder mehr dazu, als krisensicher geltende Werte zu kaufen.

Der SMI notierte um 0,3 leichter bei 6894 Punkten. Der breite SPI sank ebenfalls um 0,3 Prozent auf 6348 Zähler.

Im US-Repräsentantenhaus verweigerten am Donnerstag zahlreiche Republikaner ihrem Wortführer John Boehner die Gefolgschaft und lehnten Steuererhöhungen generell ab. Vor Weihnachten dürfte es damit wohl keine Einigung im Etatstreit geben. Die automatischen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, die damit drohen, könnten die USA in eine Rezession stürzen.

Kaum Einfluss hatte bisher dreifache Eurex-Verfall. Im weiteren Verlauf könnte es bei Einzelwerten aber noch zu Kursausschlägen kommen. Die Optionen verfallen erst zu Börsenschluss.

Die Genussscheine von Roche legten 0,3 Prozent und die Nestle-Aktien waren gehalten. Die Aktien von Novartis dagegen verloren 0,3 Prozent.

Zu Abgaben kam es auch bei den Banken. Die Aktien der Credit Suisse sanken um 1,2 Prozent und die der UBS verloren 1,6 Prozent. Die Versicherungstitel verloren ebenfalls an Wert, allerdings weniger stark.

Auch die Anteile zyklischer Firmen neigten zur Schwäche. Holcim verloren 1,3 Prozent. Der Zementkonzern verringert oder verkauft Beteiligungen in Thailand und Guatemala und erhält dafür rund 375 Millionen Franken.

ABB ermässigten sich um 0,3 Prozent und Clariant waren 1,6 Prozent tiefer. Geberit legten marginal zu.

Panalpina fielen 1,4 Prozent. Der Logistikkonzern erwägt, auf Basis der für die nächsten Jahre zu erwartenden Geschäftsentwicklung in Norwegen, die immateriellen Vermögenswerte seines norwegischen Geschäfts teilweise abzuschreiben und für das Jahr 2012 um rund 30 Millionen Franken zu vermindern.

Fischer sackten 1,3 Prozent ab. MainFirst hat die Analyste des Anlagenbauers mit der Empfehlung "Underperform" aufgenommen.